Alleskönner gesucht

Ein guter Touristiker kann gleichzeitig ein guter Veranstaltungsmanager sein, oder anders herum. Kann. Muss aber nicht. Die Stadt Einbeck sucht jedenfalls jemanden, der beides können soll. Der alles kann, weil es nicht nur jemand sein soll, der Tourismus und die Organisation von Kulturveranstaltungen beherrscht. Praxiserfahrung soll er zusätzlich haben, bloß kein absoluter Berufsanfänger. Und sich dann für 30 Stunden pro Woche für Einbeck entscheiden. Zum nächstmöglichen Zeitpunkt sucht die Stadt Einbeck jedenfalls eine/n Sachgebietsleiter/in Tourismus und Kulturring (Stellensuche_Detailinformationen_8_6_2017). Bis die Aufgaben im Jahr 2010 an die damals neue Einbeck Marketing GmbH übertragen wurden, waren sie im Rathaus getrennt. Aus guten Gründen. Erst in der GmbH wurden beide Themenfelder vermischt, nicht zuletzt, weil häufig die Geschäftsführer wechselten und der damals einzig im Eicke’schen Haus Verbliebene das Boot während Vakanzen steuern und alle Themen im Blick haben musste. Seit Jahresbeginn 2017 gehören die Themen Tourismus und Kulturring wieder ins Rathaus, nachdem die Stadt als Mehrheitsgesellschafter bei der GmbH ausgeschieden ist. Und deshalb hätte sich jetzt die Möglichkeit geboten, die beiden Themen separat zu besetzen. Im Bereich Kulturring hätte sich vielleicht jemandem aus dem heutigen, erfahrenen Team eine gute Aufstiegsmöglichkeit geboten. Wobei ja die grundsätzliche Frage weiterhin im Raum steht, ob die Stadt angesichts der immer reichhaltiger werdenden Veranstalterszene in Einbeck überhaupt noch selbst Eventmanagement betreiben sollte. Und im Bereich Tourismus ist die Situation in Einbeck seit Eröffnung des großen Players PS-Speicher ohnehin eine andere als davor. Kooperationen und Verzahnungen sind hier dringend geboten, ohne indes den großen Player in der Stadt der Brau- und Fachwerkkunst übermächtig werden zu lassen. Die bisherige, kurze politische Diskussion über die heute veröffentlichte Stellenausschreibung war schon reichlich schräg: Im Kulturausschuss debattierten die Kommunalpolitiker, ohne den – damals noch vertraulichen – Ausschreibungstext zumindest offiziell zu kennen. Der Verwaltungsausschuss des Stadtrates hat sich vergangene Woche dann nach Mitteilung von Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek darauf verständigt, die Kompetenzen für Tourismus und Kultur als gleichwertig auszuschreiben. Bewerbungsschluss ist der 10. Juli. Seien wird mal gespannt, wer sich meldet.

Nachtrag 20.07.2017: Wie Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek heute auf meine Nachfrage aus dem Verwaltungsausschuss berichtete, sind mehr als 20 Bewerbungen eingegangen, die jetzt gesichtet werden. Anfang August sollen erste Bewerbungsgespräche stattfinden und der Personalausschuss in die Auswahl eingebunden werden. Die Stelle soll möglichst zum Oktober/November besetzt werden.

Gleichstellung gesucht

Die Stadt Einbeck hat die Stelle einer hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten ausgeschrieben. Bis Ende dieses Jahres läuft die Bewerbungsfrist für die Halbtagsstelle. Gesucht wird nach über eineinhalbjähriger Vakanz eine Nachfolgerin für Sabine Möhle, die als Gleichstellungsbeauftragte Ende Mai 2015 auf eigenen Wunsch aus den Diensten der Stadt Einbeck ausgeschieden war und jetzt in der BBS Einbeck arbeitet. Längere Zeit war ungewiss, ob die Stadt Einbeck überhaupt wieder eine hauptamtliche Stelle würde ausschreiben. Jetzt sucht sie Bewerberinnen, die über die Gleichberechtigung in Einbeck wachen sollen, die einen der Aufgabe förderlichen Studienabschluss haben, Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich Gleichstellung und Gleichberechtigung nachweisen können und Grundlagenkenntnisse der kommunalen Strukturen und der Verwaltung des öffentlichen Dienstes, Erfahrungen mit der Arbeit im öffentlichen Dienst sowie vertiefte Kenntnisse der einschlägigen Normen zur Gleichstellung und Gleichberechtigung belegen können, wie es in der Stellenausschreibung heißt. Die Stadt wünscht sich unter anderem außerdem Grundkenntnisse auf dem Gebiet des Arbeits-, Familien- und Sozialrechts. Die Gleichstellungsbeauftragte ist laut Stellenanzeige der Bürgermeisterin als Dienstvorgesetzter unmittelbar unterstellt, bei rechtmäßiger Aufgabenerfüllung aber weisungsfrei.

Archäologen-Ausschreibung

Einbeck sucht einen neuen Stadtarchäologen. Nach Gesprächen mit den Bürgermeister-Kollegen im Fachwerk-Fünfeck haben sich Überlegungen zerschlagen, dass sich die fünf Städte eine Archäologenstelle teilen könnten. Das sagte Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek nach der jüngsten Verwaltungsausschuss-Sitzung. Aktuell passe es bei den anderen Städten nicht. Deshalb sucht jetzt die Stadt Einbeck allein eine Nachfolge für Dr. Stefan Teuber, der nach 15 Jahren zum Jahresende geht; er wird ab Januar 2017 neuer Museums- und Archivleiter in Northeim und hatte Anfang Juni gekündigt. Das hatte für eine politische Kontroverse gesorgt: Besonders die SPD ärgerte sich in der letzten Stadtrat-Sitzung vor der Neukonstituierung des Gremiums, von der Personalie aus dem „Einbecker Politikblog“ im Internet erfahren zu haben. Ratsherr Alexander Kloss (SPD) hat die Informationspolitik des Rathauses als inakzeptabel bezeichnet. Bürgermeisterin-Stellvertreter und Personal-Fachbereichsleiter Dr. Florian Schröder räumte nach einer Nachfrage der bisherigen SPD-Fraktionschefin Margrit Cludius-Brandt ein Versäumnis zerknirscht ein: Die Verwaltung hätte in den Sitzungen des Personalausschusses am 1. August und des Verwaltungsausschusses am 10. August darüber informieren müssen. Das Schweigen sei aber keine böse Absicht gewesen, erläuterte Schröder.

Die Stelle ist im bisherigen Umfang (halbe Stelle = 19,5 Stunden) öffentlich ausgeschrieben (stellenausschreibung-archaeologe). Der Plan ist, die Position zum 1. Januar 2017 wieder zu besetzen. Dr. Stefan Teuber räumt sein Büro bereits einige Wochen vorher. Eine persönliche Übergabe kann es damit nicht mehr geben. Es wird damit entscheidend sein, welche Vorkenntnisse der Nachfolger und die Nachfolgerin haben wird. „Detaillierte Kenntnisse der Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie Südniedersachsens, Nordhessens, Westthüringens und Ostwestfalens“ seien „von Vorteil“ heißt es in der Ausschreibung. Ein paar Kenntnisse der Archäologie Einbecks wären noch vorteilhafter. Diese hätten durch eine persönliche Übergabe der Stelle ausgeglichen werden können. Hätten.

Kämmerei-Posten wird ausgeschrieben

Kämmerin Christa Dammes (links) während einer Ratssitzung mit Gerald Strohmeier, Bernd Amelung, Albert Deike. Archivfoto 2013

Kämmerin Christa Dammes (links) während einer Ratssitzung mit Gerald Strohmeier, Bernd Amelung, Albert Deike (v.l.). Archivfoto 2013

Der Verwaltungsausschuss des Einbecker Stadtrates hat dem Wunsch von Kämmerin Christa Dammes zugestimmt, zum 31. Oktober 2017 in den Ruhestand zu wechseln. Das hat Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek heute auf meine Anfrage mitgeteilt. Die Finanzchefin im Einbecker Rathaus werde bereits zum 1. November dieses Jahres aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Der VA habe beschlossen, dass die Stelle öffentlich ausgeschrieben wird, sagte die Verwaltungschefin. Seit der Umstrukturierung der Fachbereiche („Rathaus 2020“) ist die Kämmerei ein Sachgebiet im Fachbereich I (Interner Service und Finanzen) unter der Leitung von Bürgermeisterin-Stellvertreter Dr. Florian Schröder; bis Ende 2015 war Finanzen ein eigenständiger Fachbereich im Einbecker Rathaus.

Die Position ist seit heute öffentlich ausgeschrieben, Bewerbungsfrist ist der 12. September dieses Jahres. Gesucht wird eine Leitung des Sachgebietes Haushalt und Steuern, die Beamten-Stelle ist mit A12 dotiert. Der Bewerber leitet das Sachgebiet mit aktuell zehn Mitarbeitern eigenverantwortlich. Erwartet werden Kenntnisse im Kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen Niedersachsen sowie vorzugsweise mehrjährige Berufs- und Führungserfahrung, wie es im Ausschreibungstext heißt.

(Aktualisiert: 11.08.2016, 20:30 Uhr)

Nachtrag 30.09.2016: Der Verwaltungsausschuss hat sich nach dem Personalausschuss einstimmig auf eine Bewerberin für die Kämmerei-Nachfolge verständigt, teilte die Bürgermeisterin aus den nicht öffentlich tagenden Gremien mit. Ingesamt habe es zehn Bewerbungen gegeben, von denen allein fünf jedoch aus beamtenrechtlichen Gründen nicht geeignet gewesen seien. Nach Unterschrift unter den Verträgen soll die Personalie auch namentlich öffentlich gemacht werden.

Jung und hoch motiviert

Ein hohes Interesse an der Stadt, in der er künftig arbeiten wird, hatte Florian Frank Geldmacher offenbar bereits, bevor er vor wenigen Tagen den Zuschlag für den Job als Geschäftsführer der Einbeck Marketing GmbH erhalten hat. Denn der 29-Jährige saß am 18. Juni als interessierter Zuhörer in der Einbecker Rathaushalle, als die Stadt ihren Leitbild-Entwurf vorstellte. Damals twitterte er:

Vergangene Woche erhielt dann Florian Geldmacher die Zusage für die Position, Verwaltungsausschuss und Aufsichtsrat der Einbeck Marketing GmbH haben sich einstimmig für den Hann.Mündener ausgesprochen. Eine andere Bewerberin, auf die sich die beiden Gremien bereits verständigt hatten, hatte mit Hinweis auf ein akzeptiertes anderes Angebot abgesagt. „Geldmacher ist jung und hoch motiviert, gut ausgebildet, bringt bereits einen ansehnlichen Erfahrungsschatz aus seiner vorherigen Tätigkeit mit und kennt die Region“, wird Aufsichtsratschef Rainer Koch in einer Pressemitteilung heute zitiert.

Florian Geldmacher wird zum 1. September neuer Geschäftsführer der Einbeck Marketing GmbH. Er war in den vergangenen zwei Jahren Wirtschaftsförderer bei der Weserumschlagstelle Hann. Münden Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing GmbH (WWS). Bis zu seiner Hochzeit am vergangenen Wochenende hieß er Florian Wieske. Neben Wirtschaftsförderung hatte Florian Geldmacher bei der WWS auch die Themenfelder Stadtmarketing verantwortet sowie Events und Netzwerk-Veranstaltungen durchgeführt. Der 29-Jährige hat Betriebswirtschaft studiert und 2013 seinen Master in Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung 2013 an der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Göttingen gemacht.

Die Pressemitteilung der Einbeck Marketing GmbH von heute (Wortlaut: Neue Geschäftsführung für die Einbeck Marketing) bringt auch eine Erklärung für die überraschende Stellenausschreibung eines Halbtagsmitarbeiters Standortmarketing – zumindest interpretiere ich die umständlichen Formulierungen einmal in dieser Richtung. Die aktuelle Interims-Geschäftsführerin Birgit Rosenbauer setze beschlossene Restrukturierungsmaßnahmen um, damit der neue Geschäftsführer seine Aufgabe „fließend übernehmen und möglichst ansatzlos weiter entwickeln kann“, heißt es da. Dazu gehöre auch die Besetzung aller Positionen im neuen Stellenplan, wobei das Personalkostenbudget trotzdem unter dem Niveau der Vorjahre bleiben solle, betont die Einbeck Marketing GmbH. Zuletzt hatte es Kritik aus den Reihen der Grünen über aufgebaute Verbindlichkeiten der GmbH gegeben. Einbeck Marketing hatte diese Kritik als unzutreffend zurückgewiesen.

Christoph Bajohr, Vorsitzender der Einbeck Marketing InitiativGemeinschaft, ist laut der Pressemitteilung von heute sicher, dass Florian Geldmacher als neuer Geschäftsführer mit seinem Fachwissen die strategische Weiterentwicklung der Einbeck Marketing GmbH voranbringen wird. Die InitiativGemeinschaft ist 49-Prozent-Gesellschafter, 51 Prozent der GmbH hält die Stadt Einbeck.

Als Zuhörer bei der Informationsveranstaltung zum Leitbild: Florian Geldmacher, hier ganz rechts zu sehen.

Als Zuhörer bei der Informationsveranstaltung zum Leitbild: Florian Geldmacher, hier auf dem Foto ganz rechts zu sehen.

Warten auf die Geschäftsführung

Eigentlich sollte in dieser Woche alles unter Dach und Fach sein. Doch heute die Überraschung: Die Entscheidung, wer die ausgeschriebene Position der neuen Geschäftsführung bei der Einbeck Marketing GmbH übernimmt, ist noch nicht gefallen. Darüber hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Rainer Koch, in einer Pressemitteilung informiert. Die erfolgreiche Präsentation einer Kandidatin vor Aufsichtsrat und Verwaltungsausschuss habe letztlich nicht zu einem Vertragsabschluss geführt. Die Bewerberin habe am Ende ein anderes Angebot akzeptiert. „Die Person, die wir suchen, muss Lust haben, sich für unsere Stadt einzusetzen und gleichzeitig in den – auch finanziellen – Rahmen passen, der uns zur Verfügung steht“, erklärte Rainer Koch. Eine Verpflichtung um jeden Preis sei für Einbeck Marketing keine Option. Koch: „Wir sind sicher, aus den uns zugegangenen Bewerbungen in Kürze die richtige Person zu finden.“ Von mehr als 20 Bewerbungen war zuletzt die Rede.

Stellenanzeige vom 15.07.2015.

Stellenanzeige vom 15.07.2015.

Nachtrag 16.07.2015: Noch nicht näher erläutert hat die Einbeck Marketing GmbH eine gestern Abend für viele überraschend online veröffentlichte Stellenanzeige, mit der ein Teilzeit-Mitarbeiter (20 Stunden/Woche) für Standortmarketing zum 1. September gesucht wird. Die Bewerbungsfrist endet bereits in zwei Wochen. Der Mitarbeiter soll sich laut Stellenausschreibung um Veranstaltungsorganisation kümmern, Projekte zur Aufwertung der Innenstadt entwickeln und betreuen sowie neue Konzepte zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes entwickeln und umsetzen. Viele Aufgaben für wenig Arbeitszeit, noch dazu wo mutmaßlich ja noch mehrere andere Mitarbeiter im Eicke’schen Haus und im Rathaus diese Felder beackern sollten…

Es ist Frithjof Look

Foto: privat

Frithjof Look. Foto: privat

An den Namen werden wir uns gewöhnen: Frithjof Look wird ab 1. Mai neuer Leiter des Einbecker Fachbereichs für Bauen, Planung und Umwelt. Seit heute liegt die schriftliche Bestätigung des 27-jährigen Hamburgers im Rathaus vor, auf die Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek noch warten wollte, bevor sie die einstimmige Verwaltungsausschuss-Entscheidung öffentlich machte. Frithjof Look hat im September 2012 an der HafenCity-Universität Hamburg (HCU) seinen Master of Science (M.Sc.) in Stadtplanung gemacht. Sein Verwaltungs-Referendariat absolviert der 27-Jährige zurzeit noch am Regierungspräsidium Darmstadt in Hessen, die schriftlichen Prüfungen finden in diesen Tagen, die mündlichen im April statt. Die Bürgermeisterin hat keine Zweifel, dass „der Neue“ diese Prüfungen bestehen wird, alle seien sehr überzeugt von seinen bisherigen Leistungen gewesen. Look hat 2012 den 1. Preis Städtebau des Schlaun-Wettbewerbs für Baukultur in NRW gewonnen. Der Wettbewerb ist nach einem der bedeutendsten Architekten des Barock, Johann Conrad Schlaun, benannt, der unter anderem das Schloss in Münster gebaut hat. Mit Frithjof Look wird übrigens der zweite Fachbereichsleiter-Stuhl in Folge in Einbeck von einem Bewerber aus Hamburg besetzt: Auch Dr. Florian Schröder war zuvor in der Hansestadt tätig.

(Aktualisiert: 23.01.2015, 10:19 Uhr)