Was im Städtebau alles gefördert wird

Frisch saniert: der Sitzungssaal im Historischen Rathaus. Der Verwaltungsausschuss des Stadtrates hat vergangene Woche noch den Auftrag vergeben, für 15.000 Euro einen neuen Tisch durch den Kommunalen Bauhof bauen zu lassen, der vielseitig teilbar und einsetzbar sein soll, um Sitzungen ebenso wie anderen Veranstaltungen gerecht zu werden.

Der Tag der Städtebauförderung soll Menschen motivieren, sich an Projekten vor Ort zu beteiligen, und die Vielfalt abbilden, die die Städtebauförderung auszeichnet. Am Sonnabend, 5. Mai, nutzt die Stadt Einbeck bei der zum vierten Mal bundesweit organisierten Veranstaltung die Möglichkeit, ihre Projekte zu präsentieren. Einbeck ist in den Programmen „Städtebaulicher Denkmalschutz“ und „Kleinere Städte und Gemeinden“ aktiv. Die Bandbreite reicht von der Umgestaltung von Straßen und Plätzen bis zum Bau von Multifunktionshallen, von der Sanierung von Einzeldenkmalen bis zur Umsetzung innovativer Nutzungskonzepte. Die Stadt Einbeck beteiligt sich am Tag der Städtebauförderung am 5. Mai laut Mitteilung aus der Stadtverwaltung ab 9.30 Uhr mit Rundgängen und Führungen durch das Historische Rathaus am Marktplatz (hier sind ja Sitzungssaal und Trauzimmer bereits saniert), das 2012 gestartete Sanierungsgebiet Neustadt-Möncheplatz, die „Magistrale der Baukultur“ und durch das in diesem Jahr eingeweihte Jugendgästehaus. Von 09.30 bis 10.15 Uhr zeigt die Stadt den Interessierten die Planungen und ersten Umbauten im Historischen Rathaus am Marktplatz. Um 10 Uhr starten die Rundgänge durch das Sanierungsgebiet (mit Stationen unter anderem am ehemaligen Waisenhaus und in der Alten Synagoge in der Baustraße) und durch die Tiedexer Straße. Im Jugendgästehaus wird um 10.30 und 11.15 Uhr der beauftragte Architekt einen Rundgang anbieten und erste Erfolge im Förderprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“ zeigen.

Das ehemalige Waisenhaus an der Baustraße wird noch einmal teurer als gedacht, erst vergangene Woche hat der Verwaltungsausschuss laut Bürgermeisterin drei Nachträgen für Gewerke zugestimmt, um welche Summe es sich dabei handelt, wurde zunächst nicht benannt, eine Kostenaufstellung soll dazu zusammengestellt werden.

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Interesse an der Lücke?

Die Giebelwand zum Nachbarhaus Nummer 28 ist jetzt nach dem Abriss mit Folie verlattet.

Die Giebelwand zum Nachbarhaus Nummer 28 ist jetzt nach dem Abriss mit Folie verlattet.

Wer hat Interesse an der (größer gewordenen) Lücke? Und will sie bebauen? Nachdem das ursprüngliche Verfahren nach dem teilweisen Einsturz des Gebäudes Altendorfer Straße 26 umgehend gestoppt worden war, ist die Interessen-Abfrage für das knapp 500 Quadratmeter große Areal der Parzellen 26 und 24 jetzt wieder neu gestartet. Bis zum 18. Oktober 2016 bittet die Stadt Einbeck potenzielle Investoren, ihr Interesse zu bekunden; am 28. Juli um 10 Uhr findet eine Ortsbesichtigung statt. Die Grundstücke Altendorfer Straße 24 und 26 befinden sich im Eigentum des Sanierungstreuhänders DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG der Stadt Einbeck. Auffällig an den auf der Website der Stadt bereitgestellten Unterlagen ist, dass der teilweise Einsturz des Hauses Nummer 26 am Nachmittag des 11. Juni 2016 mit keiner Zeile erwähnt wird, es sogar nüchtern und schlicht nur heißt: „Das Grundstück Altendorfer Straße 26 ist unbebaut“. Das ist es erst seit dem 28. Juni 2016. Warum wird das öffentlich intensiv diskutierte Ereignis mit wochenlanger Straßensperrung nicht thematisiert? Würde das Investoren abschrecken? Ich glaube kaum. Denn jeder clevere Interessent wird vorher sowieso erst einmal googeln. Auf dem bereitgestellten neuen Lageplan ist das Gebäude 26 einfach mit einem Kreuz durchgestrichen. Und der Verkehrswert für den Verkauf hat sich auf 55.500 Euro deutlich erhöht (vorher 37.500 Euro). Ich bleibe gespannt, ob sich unter den gestellten Prämissen mögliche Investoren finden, die nicht nur Geld, sondern auch Planungs- und Nutzungsideen investieren möchten. Und die entweder die Auflagen akzeptieren (Keller-Denkmale erhalten) oder mit dem Denkmalschutz für alle Seiten tragbare Kompromisse schließen können.

Es bleiben Fragen offen, die noch zu beantworten sein werden: Wie konnte es überhaupt zu dem Einsturz kommen, der zum Abriss führte? Wer hat da wann nicht ausreichend aufmerksam reagiert? Bei der Übernahme des Grundstücks von privat muss es doch wohl eine förmliche Übergabe gegeben haben, bei der hätte auffallen müssen, wenn die Dachfolie nicht mehr oder nicht mehr ausreichend Schutz für das marode Gebäude geboten hat. Man muss gar nicht von Schuld sprechen, wohl aber von Verantwortung. Für die Stadt als Eigentümerin müssen die gleichen Maßstäbe gelten wie für jeden privaten Eigentümer, der wahrscheinlich längst ein Bußgeld oder anderen Ärger am Hals hätte, wenn das Haus in seinem Eigentum so zusammengerutscht wäre. Wer zahlt eigentlich den Abriss und was kostet den Steuerzahler das? Oder sollen die Kosten durch den höheren Verkehrswert vom künftigen Besitzer kassiert werden? Das sind alles Fragen, die hoffentlich nicht nur ich allein stelle, sondern die sich auch die Politik vornimmt aufzuwerfen – selbst wenn die Gremien im Sommer nicht tagen. Und auch, wenn die Kommunalwahl naht. Oder vielleicht gerade deshalb. Falls die Politiker stumm bleiben: Fragen Sie am Infostand einer Partei doch mal nach…

Die Lücke in der Altendorfer Straße ist größer geworden. Jetzt startet eine neue Interessen-Abfrage.

Die Lücke in der Altendorfer Straße ist größer geworden. Jetzt startet eine neue Interessen-Abfrage.

Alternativloser Abriss

Am Sonnabend waren Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek (links) und Tanja Fesser (Bauaufsicht Stadt Einbeck) vor Ort.

Am Sonnabend waren Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek (links) und Tanja Fesser (Bauaufsicht Stadt Einbeck) vor Ort.

Seit dem Durchbruch einer Zwischendecke am Sonnabend und durch ein Schaufenster geschlagene Fachwerkbalken war es zu erwarten, seit heute Abend ist es Fakt: Das marode Fachwerkhaus in der Altendorfer Straße 26 neben der mit Containern gefüllten Brandlücke wird abgebrochen. „Ein Abriss ist unumgänglich“, sagte Bauamtsleiter Frithjof Look am Abend im Bauausschuss des Stadtrates. Heute fiel nach mehreren Begutachtungen durch Experten der Denkmalpflege, Bauaufsicht und des Gebäudemanagements der Stadtverwaltung die Entscheidung, im Rathaus liegen bereits zwei Angebote für einen Abbruch vor. Morgen werden die Anlieger informiert, die Straße bleibt bis Ende Juni gesperrt. Und bei aller Wertschätzung von Denkmalschutz mit Augenmaß: Der Abriss des schon lange leer stehenden Hauses, das bei dem Großbrand vor vier Jahren massiv in Mitleidenschaft gezogen wurde und seitdem kein Dach mehr hat, war imgrunde schon längere Zeit alternativlos. Wer hätte das Grundstück bei der kürzlich gestarteten (und seit gestern aufgehobenen) Interessenabfrage erworben mit der Auflage, dass die Fassade aber erhalten werden muss, obwohl das Gebäude als einsturzgefährdet klassifiziert war? Das hätte nicht nur die Kosten nach oben getrieben, sondern auch die baulichen Möglichkeiten, beide Grundstücke gemeinsam zu überplanen, unangemessen eingeschränkt. Eine Frage bleibt indes spannend: Wie hat es so weit überhaupt kommen können, dass vermutlich eingedrungenes Wasser den Lehm und die Balkenkonstruktion so feucht hat werden lassen und das Gebäude immer morscher wurde – letztlich durch die starken Regenfälle der vergangenen Wochen. Detlef Martin (SPD) stellte heute im Bauausschuss die entscheidende Frage: wer denn für die Überwachung der Dachfolie zuständig gewesen sei? Die ist, das hat die Feuerwehr am Sonnabend bei ihrer Sondierung von der Drehleiter bestens sehen können, nicht mehr überall dicht, zurückhaltend formuliert. Die Zuständigkeit obliege dem Eigentümer, die Bauaufsicht habe da nur begrenzte Möglichkeiten einzuschreiten, antwortete Frithjof Look auf die Frage des SPD-Ratsherrn. Dietmar Bartels (Grüne) hakte noch mal nach: Wer denn Eigentümer sei? Seit dem vergangenen Herbst ist das die Stadt Einbeck, so die Antwort. Spätestens bei der Übergabe des Gebäudes hätte es doch also auffallen müssen, dass die Folie nur noch begrenzt schützt, oder? Eigentum verpflichtet.

Die Altendorfer Straße in Einbeck in Höhe von Haus Nummer 26 ist voll gesperrt. Umleitungen sind eingerichtet.

Die Altendorfer Straße in Einbeck in Höhe von Haus Nummer 26 ist voll gesperrt. Umleitungen sind eingerichtet.

Nachtrag 14.06.2016, 22.10 Uhr: Der Abriss beginnt laut Bauamtsleiter Frithjof Look am Mittwoch (15. Juni 2016) und wird voraussichtlich bis Monatsende dauern. Der Auftrag wurde am Dienstag erteilt. Das Fachwerkgebäude abzureißen sei insbesondere durch die starken Regenfälle der vergangenen Wochen unumgänglich, erklärte Look in einer Presseinformation am Dienstag Abend. Am Montag haben die Untere Denkmalschutzbehörde und das Gebäudemanagement das Objekt mehrfach besichtigt und begutachtet – das alles in Rücksprache mit dem Landesamt für Denkmalschutz.

Nachtrag 17.06.2016: Der Abriss schreitet gut voran, laut Bauamtsleiter Frithjof Look liegt er im Zeitplan. Der kontrollierte
Abbruch des Gebäudes werde regelmäßig durch Mitarbeiter der im Rathaus zuständigen Sachgebiete (Untere Bauaufsichtsbehörde, Untere Denkmalbehörde, Gebäudemanagement) begleitet, um die Maßnahmen zu überwachen und auch etwaige Schäden an den Nachbargebäuden zu begutachten, heißt es in einer neuen Presseinformation. Bereits seit Sonnabend (11. Juni 2016) werde kontinuierlich das direkte Nachbargebäude Altendorfer Straße 28 durch die zuständigen Mitarbeiter der Stadt Einbeck in Augenschein genommen, die Außenwand von Innen und vom Dachboden aus begutachtet. Look: „Dabei sind keine Mängel aufgefallen, die die Standsicherheit der Außenwand beeinflussen würden.“ Die Bewohner wurden und werden über die aktuellen Maßnahmen am Nachbarhaus regelmäßig informiert, Mitarbeiter der Stadt stehen den Bewohnern darüber hinaus für Fragen zur Verfügung, erklärte der Bauamtsleiter.

Kaum 24 Stunden nach Beginn des Abrisses ist das Gebäude bereits fast Geschichte.

Kaum 24 Stunden nach Beginn des Abrisses ist das Gebäude bereits fast Geschichte.

 

Nachtrag 30.06.2016: Die Altendorfer Straße ist seit dem späten Nachmittag des 28. Juni wieder für den Verkehr freigegeben, der Abriss abgeschlossen. Zuletzt war die Giebelwand zum Nachbargebäude Nummer 28 mit Folie versehen worden.

Abriss abgeschlossen: die Brand- und Baulücke Altendorfer Straße 26 und 24 in Einbeck.

Abriss abgeschlossen: die Brand- und Baulücke Altendorfer Straße 26 und 24 in Einbeck.

Interesse am Lückenschluss?

Die zwei Grundstücke der Brandlücke Altendorfer Straße möchte die Stadt Einbeck verkaufen.

Die zwei Grundstücke der Brandlücke Altendorfer Straße möchte die Stadt Einbeck an Interessierte verkaufen.

Wer möchte die Lücke schließen? Wer hat Interesse? Eine Antwort erhofft sich die Stadt Einbeck für die Brandlücke in der Altendorfer Straße, zurzeit provisorisch durch einen Container mit Oldtimern gefüllt. Bis zum 30. September bittet die Verwaltung potenzielle Investoren, ihr Interesse zu bekunden; am 27. Juni um 10 Uhr findet eine Ortsbesichtigung statt. Die beiden, insgesamt rund 500 Quadratmeter großen Grundstücke Altendorfer Straße 24 und 26 befinden sich im Eigentum des Sanierungstreuhänders DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG der Stadt Einbeck und sollen zum Verkehrswert in Höhe von 37.500 Euro verkauft werden. Durch die Interessenabfrage erhoffen sich die Verantwortlichen im Rathaus, mögliche Investoren anzusprechen und unterschiedliche Ideen zu generieren, wie diese prominent sichtbare und sensible Stelle im Stadtbild und im städtebaulichen Gefüge des Sanierungsgebietes Neustadt-Möncheplatz wieder bebaut werden kann. Ausführliche Unterlagen hat die Stadtverwaltung hier zur Verfügung gestellt. Das Gebäude Altendorfer Straße 26, auf das beim Brand im August 2012 die Flammen übergeschlagen sind, gilt als einsturzgefährdet, die Bausubstanz zeigt laut Experten irreperable Schäden. Auflage an Interessierte ist jedoch, ebenso wie die denkmalgeschützten Keller und Nebengebäude des Grundstückes Altendorfer Straße 24, die Fachwerkfassade grundsätzlich zu erhalten; statisch sei das machbar. Der Neubau auf dem Grundstück Altendorfer Straße 24 soll in sich seiner Kubatur und äußeren Gestalt in die historische Gestalt einpassen, darf aber durchaus auch zeitgemäße architektonische Akzente setzen. Gefragt ist ein überzeugendes architektonisches und städtebauliches Konzept, heißt es in den Unterlagen. Das Verfahren soll letztlich auch klären, ob und unter welchen Bedingungen privatwirtschaftliche Investoren an der Planung, Modernisierung, Finanzierung und der Nutzung der bestehenden Gebäude interessiert sind. Die eingereichten Unterlagen werden nach Abgabefrist von der Stadt Einbeck geprüft und Anfang Oktober mit Vertretern aller Stadtrat-Fraktionen gemeinsam beraten. Entsprechende Beschlüsse sollen dann im Stadtentwicklungausschuss und abschließend im Verwaltungsausschuss getroffen werden.

Ich bin gespannt, ob sich unter den gestellten Prämissen mögliche Investoren finden, die nicht nur Geld, sondern auch Planungs- und Nutzungsideen investieren. Interessant scheint mir die Kombination mit Nachbargrundstücken im Sanierungsgebiet, beispielsweise dem so genannten ehemaligen Brennerei-Komplex Backofenstraße. Hoffentlich erweisen sich die Auflagen (Fassadenerhalt, Keller-Denkmale) nicht als conditio sine qua non. Denn gefragt ist hier wie andernorts Denkmalschutz mit Augenmaß: Nicht jeder Plan sollte um jeden Preis umgesetzt werden, aber besser es wird überhaupt etwas umgesetzt. Am Keller ist bereits die Nutzung einer anderen Brandlücke in Einbeck bislang gescheitert.

Diese weitere Brandlücke in der Einbecker Innenstadt wartet ebenfalls noch auf einen Interessierten, der die 2005 (!) durch einen Großbrand entstandene Lücke schließen will. In der Langen Brücke tut sich hinter dem Bauzaun seit langer Zeit nichts. Von Ideen, auf dem Grundstück einen Spielplatz einzurichten, hört man öffentlich ebenso wenig mehr wie von dem einstigen Vorschlag, dort einen Biergarten (provisorisch) anzulegen. CDU-Ratsherr Joachim Dörge hat auf seine jüngste Anfrage, doch wenigstens den Bauzaun zurück zu setzen, um eine Sitzgruppe an der Langen Brücke aufstellen zu können, aus dem Rathaus erfahren, dass dafür bauliche Maßnahmen erforderlich seien (Verfüllung Kellerschacht, Auskofferung und Einbau von Schottertragschicht, Herstellung der Anschlussflächen an die Nachbarhäuser). Haushaltsmittel seien dafür nicht vorhanden und auch bislang nicht beantragt, die nötigen Ausführungsplanungen nicht veranlasst worden.

Nachtrag 12.06.2016: Gestern gegen 15 Uhr ist eine Zwischendecke im Haus Altendorfer Straße 26 eingestürzt, Fachwerkbalken haben die Schaufensterscheibe durchschlagen. Polizei, Feuerwehr und Bauaufsicht der Stadt Einbeck waren vor Ort, auch Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek verschaffte sich einen Überblick. Das Gebäude wurde weiträumig abgesperrt. Wie es weiter geht, soll sich am Montag entscheiden.

Einblicke in geförderten Städtebau

"Schroedter-Block" mit Fördergebiet-Plakat.

„Schroedter-Block“ mit Fördergebiet-Plakat.

In einem Monat bieten sich Interessierten Einblicke, die der breiten Öffentlichkeit so sonst nicht möglich sind: Am bundesweiten „Tag der Städtebauförderung“ gibt es auch in Einbeck ein vielfältiges Programm, darauf hat das Bauamt der Stadt Einbeck hingewiesen. „Alle Interessierten sind hierzu eingeladen“, würden sich Baurat Frithjof Look und sein Team über viele Besucher freuen. Die Veranstaltungen sind kostenlos. Das Programm in Einbeck startet um 9 Uhr im „Pavillion“-Gemeindehaus der Evangelischen Kirchegemeinde auf dem Neustädter Kirchplatz. Dort findet die Eröffnung der Veranstaltung statt, in der nochmals die Ergebnisse zum Wettbewerb „Neustädter Kirchplatz“ der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen.

Möncheplatz mit "Schweden-Block" Lange Brücke 9-11 im Hintergrund.

Möncheplatz mit „Schweden-Block“ Lange Brücke 9-11 im Hintergrund.

Die Gruppe interessierter Besucher, der man sich jederzeit anschließen kann, zieht dann weiter in den Innenhof des „Schroedter-Blocks“ (Zugang über die Straße Hören). Hier wird ab 9.45 Uhr über die städtebaulichen Einzeluntersuchungen zu den Blöcken 15 („Schweden-Block“) und 21 („Schroedter-Block“) informiert und in lockerer Atmosphäre über die Möglichkeiten der Stadtsanierung berichtet. Das Team der „Einbecker Kulturbüros“ führt zudem neugierige Bürger durch ihre Büros im „Schroedter-Haus“. Sie wollen zeigen, wie durch künstlerische Interventionen und kreative Nutzungen ein Wohn- und Geschäftshaus neu belebt werden kann. Die Anlieger des „Schroedter-Blocks“, wie der Einbecker Blaudruck, das Café St. Spiritus und Radio Brödner unterstützen die Aktion.

Ab 11.30 Uhr führt der Hausherr und Bauingenieur Mathias Cortnum über „seine“ Baustelle (festes Schuhwerk wird benötigt) in der Altendorfer Straße 42. Zusammen mit den Mitarbeitern des Sachgebietes Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung soll über die Umbaumöglichkeiten und die Fördermöglichkeiten gesprochen werden.

Geben ein Benefizkonzert am 21. Mai: "Schall & Rauch". Foto: Schall & Rauch

„Schall & Rauch“ geben ein Benefizkonzert am 21. Mai in Einbeck. Foto: Schall & Rauch

Abends (Beginn 20 Uhr) lädt der Förderverein Alten Synagoge zu einem Benefizkonzert in die Alte Synagoge (Baustraße 15a) ein. Das Berliner Männer-Quartett „Schall & Rauch“ stellt die Musik der Comedian Harmonists in den Mittelpunkt. Dieses legendäre Sextett („Veronika, der Lenz ist da“) ist eines der musikalischen Vorbilder von „Schall & Rauch“ und hat Musikgeschichte geschrieben. Mit ihren komplexen und zugleich anspruchsvollen Vokal-Arrangements, garniert mit Instrumenten-Imitationen, gehören die Comedian Harmonists zu den wichtigen Wegbereitern der A-capella-Musik. Besonders traurig war das Ende der Comedian Harmonists: Drei der Sänger waren Juden und durften Mitte der 1930-er Jahre nicht mehr auftreten, die Formation trennte sich. Für das abendliche Konzert ist der Eintritt frei, es wird anschließend um eine Spende gebeten.

Anmerkung: Der Autor dieses Blogs ist Vorsitzender des Fördervereins Alte Synagoge in Einbeck e.V.