Ausbau Hullerser Landstraße geht weiter

Ab Juni wird die Hullerser Landstraße in Einbeck weiter ausgebaut.

Da werden wieder fünf Monate lang Umwege für viele notwendig: Die Stadt Einbeck startet in wenigen Tagen den dritten Bauabschnitt zum Ausbau der Hullerser Landstraße, er umfasst die Strecke zwischen dem Kreisel Insterburger Straße und der Einmündung Allensteiner Straße. 2019 soll dann der vierte und letzte Bauabschnitt bis zur Hansestraße realisiert werden. 2016 hatten die Arbeiten begonnen, ein zweites Stück war vergangenes Jahr ausgebaut worden. Ab 2. Mai beginnen nun vorbereitende Arbeiten für die Stadtwerke Einbeck GmbH in der Insterburger Straße. Voraussichtlich ab dem 4. Juni wird dann die Hullerser Landstraße zwischen Insterburger und der Allensteiner Straße voll gesperrt. Die Umleitungsstrecke in Richtung Hullersen und für die Anlieger der westlichen Hullerser Landstraße führt dann über die Hannoversche Straße, Markoldendorfer Straße und Hansestraße. Das Gewerbegebiet am Butterberg und die Elbinger Straße sind laut Mitteilung der Stadtverwaltung weiterhin von der Innenstadtseite aus über die Hullerser Landstraße, die Walter-Poser-Straße und die Insterburger Straße zu erreichen. Der Busverkehr Einbeck-Dassel über Hullersen wird über die Walter-Poser-Straße, Hannoversche Straße, Markoldendorfer Straße und Hansestraße umgeleitet. In der Hansestraße werden Ersatzhaltestellen eingerichtet. Während der Bauzeit ist ein Baubüro im Baustellenbereich der Hullerser Landstraße eingerichtet. Dort steht ab Juni während der wöchentlichen Baubesprechungen dienstags ab 11 Uhr das Bauteam für Rückfragen und die Belange der Anlieger bereit. Der Verwaltungsausschuss hatte jüngst für den Ausbau der Hullerser Landstraße überplanmäßige Ausgaben in Höhe von 175.000 Euro beschlossen und den Auftrag (Straßenbau, Kanäle, Leitungen) im Volumen von 2,9 Millionen Euro an eine Bietergemeinschaft aus den Unternehmen Koch und Negenborner Baugesellschaft vergeben.

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Getränke am Kreisverkehr

Welche Auswirkungen die Vollsperrung durch die Kreisverkehr-Baustelle hat.

Einbecker Bierblog

Ist Vergangenheit: Kreisverkehr-Baustelle mit Vollsperrung vor der Tür. Ist Vergangenheit: Kreisverkehr-Baustelle mit Vollsperrung vor der Tür.

Bier zu verkaufen ist nicht einfach. Und wenn der Getränkemarkt dann durch eine Baustelle mehrere Monate lang extrem schlecht erreichbar ist, wird das Bier verkaufen nicht leichter. Von den Umwegen, die sich während der Bauphase auf mehrere Tausend Kilometer addiert haben dürften, ganz zu schweigen, die der Shuttle-Lkw-Verkehr zwischen der Verladehalle in der Brauerei an der Papenstraße und dem Logistikzentrum der Einbecker Brauhaus AG an der Hansestraße machen musste. Aufatmen daher bei den Verantwortlichen im Brauhaus, als der Kreisverkehr Hullerser Landstraße/Insterburger Straße gestern freigegeben wurde. Die Umleitungen haben ein Ende.

Froh und dankbar, dass die Vollsperrung der Hullerser Landstraße nach vier Monaten aufgehoben wird, sind Thorsten Eikenberg als Geschäftsführer und Marion Dietsch als Betriebsleiterin der Einbecker Getränke GmbH. Die Brauhaus-Tochtergesellschaft beliefert von dem Eckgrundstück Hullerser Landstraße / Insterburger Straße aus die Mehrheit der Einbecker Gaststätten und betreibt dort auch einen Getränkeabholmarkt…

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Ausgekreiselt

Freie Fahrt nach vier Monaten Bauzeit.

Freie Fahrt nach vier Monaten Bauzeit.

Auffällig war das schon. Zumal es in der Kommunalpolitik in Zeiten knapper Kassen so viele Gelegenheiten ja nicht mehr gibt, neue Straßen oder wenigstens Straßenabschnitte einzuweihen. Ohne Vertreter der Politik, des Einbecker Stadtrates, ist gestern der Kreisverkehr an der Hullerser Landstraße freigegeben worden. Kein Vorsitzender des Bauausschusses, überhaupt gar kein Ratsmitglied war beim symbolischen Durchschneiden eines Bandes in den Stadtfarben Rot und Gelb dabei oder beteiligt, andere „Offizielle“ dagegen in großer Zahl. Obwohl es die Politik war, die diesen neuen Kreisverkehr beschlossen hat. Rund 310.000 Euro hat der Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 30 Metern und einer Fahrspurbreite von sechs Metern gekostet. Er ist der letzte Baustein des benachbarten, vor drei Jahren eröffneten Poser-Parks, dessen Investor an den Kosten beteiligt ist. Der Kreisel war Bestandteil der Vereinbarung mit dem Poser-Park-Investor; Marcus Schlösser durfte dann auch mit der Bürgermeisterin gemeinsam die erste Fachwerk-Fünfeck-Eiche in der Mitte des Kreisverkehrsplatzes pflanzen.

Wenn die Politik dabei gewesen wäre, hätte sie vielleicht auch den einen oder anderen kritischen Kommentar von Anliegern und Verkehrsteilnehmern hören können, die genervt waren von vier Monaten Umleitung und schwerer Erreichbarkeit einige Gewerbebetriebe. Aber das kann man ja nachholen…

Vielen waren beim Durchschneiden dabei, allerdings kein einziger Kommunalpolitiker des Stadtrates.

Vielen waren beim Durchschneiden dabei, allerdings kein einziger Kommunalpolitiker des Stadtrates.

Lasst hundert Blumen blühen…

Auf dem Kreisverkehr an der Biogasanlage bei Einbeck wachsen wild Pflanzen.

Auf dem Kreisverkehr an der Biogasanlage bei Einbeck wachsen wild Pflanzen – rund um den „Stein des Anstoßes“.

Unkraut steht auf dem Index. Auf dem sprachlichen Index. Es gibt keine Unkräuter, nur Beikräuter, werden Fachleute nicht müde zu betonen. Und in der Tat liegt es ja im Auge des Beschauers, ob er eine Pflanze oder Blume oder Blüte als schön oder weniger schön empfindet. Ob er überhaupt grüne Pflanzen duldet, die beispielsweise durch Gehwegsteine drängen. Was einige erregt und sofort zu Spritzmitteln, Abflämmer und sonstigen Hilfsmitteln greifen lässt, lässt andere völlig tiefenentspannt. Lasst hundert Blumen blühen… „Kein schöner Anblick, gerade in der jetzige Wachstumsphase“, hatte CDU-Ratsherr Karsten Armbrecht die Bepflanzung auf dem Kreisverkehr an der Biogasanlage Hannoversche Straße kritisiert. „Der Stein des Anstoßes steht dort richtig“. Der einst von Bürgern gegen die hohe Arbeitslosenzahl im September 1998 neben der Marktkirche errichtete Stein steht mitten auf dem Kreisel. Die Bepflanzung ist dort nicht zu ändern, musste Armbrecht jetzt in der Sitzung des Bauauschusses einsehen. Die Stadtverwaltung hatte darauf hingewiesen, dass eine Gestaltung mit Wildblumenzwiebeln im Bebauungsplan festgeschrieben wurde, der Kreisel war 2009 von der MT Energie GmbH Co. KG, der damaligen Betreiberin der Biogasanlage, gemäß städtebaulichem Vertrag angelegt worden. Die Wildblumenwiese könne lediglich durch Steuerung der Pflege in ihrem Erscheinungsbild beeinflusst werden, schreibt die Stadtverwaltung. Dabei sei jedoch zu beachten, dass die angestrebte Biodiversität nur erhalten werden könne, wenn die Kräuter zur Blüte und Fruchtreife kommen und aussamen können.

Kreisverkehr an der Hannoverschen Straße in Einbeck mit Wildblumen.

Kreisverkehr an der Hannoverschen Straße in Einbeck mit Wildblumen.