Tag der Niedersachsen in Einbeck?

Soll Einbeck den „Tag der Niedersachsen“, eine alle zwei Jahre stattfindende Großveranstaltung, ausrichten? Ja, aber möglichst nicht bereits wie vorgeschlagen 2021, lautet das Fazit einer jetzt vorliegenden Machbarkeitsstudie, die auf einen vor zwei Jahren gestellten Antrag der SPD zurückgeht. Der Kulturausschuss des Stadtrates beschäftigt sich in seiner nächsten Sitzung (27. November, 17 Uhr, Altes Rathaus) mit der 110-seitigen Studie. Damit Einbeck dauerhaft von einem „Tag der Niedersachsen“ (TdN) profitieren könne, sei eine sorgsame und längerfristige Vorbereitung notwendig, schreiben die Autoren der Studie, eine Zusammenarbeit von „Raumkonzept 5“ aus Berlin mit der Einbeck Marketing GmbH. Für 2021 müsste es bereits im Januar einen entsprechenden Ratsbeschluss geben, dann bis zum Sommer die Bewerbung erfolgreich sein, um bis 2021 alles pünktlich zu schaffen. Die Ausrichtung des TdN im Jahr 2027 wäre eine denkbare Alternative, weil sie dann mit dem 775-jährigen Stadtjubiläum von Einbeck verknüpft werden könnte. Von einer Ausrichtung 2021 rät die Studie deutlich ab: „Bestimmte, teils essentielle Voraussetzungen einer gelungenen Planung können jedoch bis 2021 voraussichtlich nicht gewährleistet werden.“ Bei voraussichtlichen Gesamtkosten von rund einer Million Euro sollte Einbeck mit einem eigenen Etat von rund 200.000 Euro kalkulieren, welcher sich aus einem städtischen Anteil von 150.000 Euro und einer Beteiligung des Landkreises in Höhe von 50.000 Euro zusammensetzt, raten die Autoren der Studie.

Wenn der Kulturausschuss am Dienstag noch Zeit und Lust hat, könnte er auch mal inhaltlich über das „Wissensquartier“ diskutieren, falls das die für Museum, Bibliothek und Archiv zuständigen Kulturpolitiker interessiert. Auf der – zugeben sehr übersichtlichen – Tagesordnung mit nur einem einzigen Thema steht es bislang allerdings nicht. Bis dato hat sich lediglich eine interne Arbeitsgruppe der Verwaltung seit mehreren Monaten mit dem Anforderungsprofil und Raumprogramm beschäftigt, wenn in einem zweiten Bauabschnitt des „Wissensquartiers“ die drei Einrichtungen am Standort Auf dem Steinwege zusammengefasst werden, berichtete Bauamtsmitarbeiter Jürgen Höper gestern im Stadtentwicklungsausschuss. Beim neuen Masterplan des Museums hatten die Kulturpolitiker bisher nur in eher homöpathischer Dosis Kontakt mit dem Thema „Wissensquartier“.

Nachtrag 27.11.2018: Der Kulturausschuss hat heute mit 8:2-Stimmen einen SPD-Antrag beschlossen, nach dem sich Einbeck für 2027 um den „Tag der Niedersachsen“ bewerben soll, die Verwaltung die entsprechenden Voraussetzungen für die Vorbereitung der Planung schaffen, beispielsweise Arbeitsgruppen einsetzen soll, und regelmäßig – möglichst vierteljährlich – im Verwaltungsausschuss über den Fortschritt berichten soll. Das 775-jährige Stadtjubiläum 2027 sei ideal geeignet, dieses mit dem TdN zu kombinieren, sagte Alexander Kloss (SPD). Man solle Mutiges für Einbeck wagen, er persönlich habe viele gute private wie berufliche Erinnerungen an zahlreiche TdN, an denen er vollumfänglich teilgenommen habe, sagte Dennie Klose (SPD). Bei ständigen Bedenken hätte es 2006 auch nicht die Fußball-WM in Deutschland gegeben, meinte er. Das Land Niedersachsen wolle auch nicht mehr die ganz großen TdN-Veranstaltungen wie es sie zuletzt gegeben habe, sagte Klose. Prof. Dr. Andreas Jain („Raumkonzept 5“) berichtete dem Kulturausschuss bei der Präsentation der Machbarkeitsstudie, bei einem „Tag der Niedersachsen“ müsse man mit zehn Veranstaltungsmeilen, sieben bis neun Bühnen, 4000 Parkplätzen und eine guter ÖPNV-Erreichbarkeit rechnen. Wer nichts wage, gewinne nichts, schloss sich Albert Thormann (GfE) der Optimismus-Fraktion an. Was bringe der TdN für Einbeck, welche Vorteile habe die Stadt, was nütze der TdN Einbeck, fragte hingegen Heidrun Hoffmann-Taufall (CDU). In Relation zu den erwarteten Kosten werde das ehrenamtliche Engagement in Einbeck erheblich zusätzlich belastet, Ressourcen in der Verwaltung massiv gebunden und 800.000 Euro Sponsorengeld aus anderen Projekten abgezogen für einen „Tag der Niedersachsen“ in Einbeck, warnte sie. Gegen die TdN-Austragung votierten allein die CDU-Mitglieder Joachim Dörge und Heidrun Hoffmann-Taufall. Ausschussvorsitzender Walter Schmalzried (CDU) stimmte für die Bewerbung. Man vergebe sich nichts, sagte Alexander Kloss, falls im Laufe des Bewerbungsverfahrens unüberwindliche Hürden oder ein konkurrenzloser Mitbewerber auftauchten, könne man immer noch stoppen, habe es aber versucht.

Auf Nachfrage von Heidrun Hoffmann-Taufall (CDU) wurde übrigens der Kulturausschuss von Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek so beschieden, dass die entsprechenden Fachausschüsse über das „Wissensquartier“ dann sprechen würden, sobald das Thema jeweils „diskussionsreif“ sei, beim Kulturausschuss also dann, wenn es um Museum, Bibliothek und Archiv gehe, sagte die Rathauschefin.

Nachtrag 02.12.2018: Die FDP-Ratsfraktion, die nicht im Kulturausschuss vertreten ist, hat sich heute in einer Stellungnahme deutlich gegen eine Bewerbung ausgesprochen, eine Ausrichtung des „Tag der Niedersachsen“ wäre kein Gewinn für Einbeck (FDP Stellungnahme TdN 18-12-01). Fraktionsvorsitzender Dr. Reinhard Binder: „Der FDP ist keine Kommune bekannt, die mit einem Gesamtnutzen aus der Veranstaltung herausgekommen sei. Vielmehr sind diese Veranstaltungen immer mit größeren Defiziten abgeschlossen worden, ohne dass die lokale Wirtschaft nachhaltig profitiert habe. Bevor man große Teile der Verwaltung für Aktivitäten dieses Spektakels beansprucht, sollte man, wenn man meint man habe das Geld über, dieses lieber nachhaltig in die Renovierung der historischen Bausubstanz stecken.“ Profitieren würden nur die Gutachter, die natürlich eine Machbarkeit empfehlen würden, meint Binder.

Nachtrag 20.12.2018: Der Verwaltungsausschuss hat gestern mehrheitlich den Beschluss bestätigt, allerdings mit der Veränderung, dass noch keine Arbeitsgruppen gebildet werden sollen. Das sagte Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek heute auf Anfrage. Die SPD-Fraktion hatte vor zwei Tagen die bekannte und bereits berichtete Diskussion noch einmal aus ihrer Sicht zusammengefasst: PM SPD zum Tag der Niedersachsen Einbeck 18-12-18

Auf der Mobilitätsmeile beim Tag der Niedersachsen 2015 in Hildesheim präsentierte sich das damals gerade ein Jahr zuvor  eröffnete Oldtimer-Museum. Der Tag der Niedersachsen in Hildesheim wurde wesentlich gemanaget vom heutigen Geschäftsführer des PS-Speicher, Lothar Meyer-Mertel, der damals Hildesheim Marketing leitete.

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Willkommen, Einbecker!

Lene Garus-Jochumsen, Leiterin des Einbecker Kinder- und Familienservicebüros, Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek und Fachbereichsleiter Arnd Severidt (v.l.).

In einigen Ortschaften gibt es das schon längst, ab diesem Jahr werden auch die neugeborenen Babys in der Einbecker Kernstadt (und damit alle im gesamten Stadtgebiet) von der Kommune begrüßt: Die Stadt packt ihren jüngsten Bürgerinnen und Bürgern (und natürlich zunächst ihren Eltern) einen kleinen, mit Einbeck-Logo bedruckten Rucksackbeutel. Gefüllt ist er mit Ratgebern und Infofaltblättern für Beratungsmöglichkeiten, mit einer individuell und handschriftlich verfassten Postkarte „Willkommen in Einbeck“ (blau für Jungen, rosa für Mädchen), mit Schwimmbad-Gutscheinen (unter anderem auch für die Salzkammer) und mit dem Kinder-Bilderbuch „Gute Nacht, Einbeck“. Die ersten Pakete sollen am 24. März an die jüngsten Einbecker im Kinder- und Familienservicebüro am Hallenplan vergeben werden, ab dann jedes Quartal einmal. „Wir freuen uns über junge Einbeckerinnen und Einbecker“, sagt Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek, die jede Postkarte persönlich unterschreiben will. Durchschnittlich rund 225 sind das pro Jahr. Die Initiative der CDU-Ratsfraktion sei „ein sehr guter Vorschlag“, sagte Michalek. Denn in der Tat sollte der erste Brief für ein neugeborenes Kind nicht vom Finanzamt kommen, sondern von der Kommune, wie das Ratsherr Dennie Klose (SPD) mal so schön gesagt habe, sagte Michalek. Durch gute Verhandlung mit den Kooperationspartnern habe das Neugeborenen-Begrüßungspaket auch einen Wert deutlich über 50 Euro. Diesen Betrag hatte der Jugendausschuss des Stadtrates im August vergangenen Jahres der Verwaltung als Limit mit auf den Weg gegeben, als der Antrag einstimmig beschlossen worden war. Landrätin Astrid Klinkert-Kittel klinkt sich in die Initiative ein, nicht nur ein grüner Umschlag mit verbaler Begrüßung wird im Einbecker-Juterucksack enthalten sein, der Landkreis beteilige sich auch mit 10 Euro an den Kosten, berichtete Fachbereichsleiter Arnd Severidt.

SPD rettet Eulenfest-Kinderflohmarkt

Die Einbecker SPD rettet den Flohmarkt für Kinder beim Eulenfest. Wie Veranstalter Einbeck Marketing GmbH heute mitteilte, werde die Koordination beim Eulenfest 2017 durch die Kernstadt-SPD übernommen. In diesem Jahr hatte der traditionelle Kinderflohmarkt erstmals nicht stattgefunden, nachdem sich der bisherige Betreiber zurückgezogen hatte. Dass es für Kinder beim Stadtfest keine Flohmarkt-Möglichkeit gab, hatte zu Kommentaren des Bedauerns in Sozialen Netzwerken geführt. „Der Kinderflohmarkt während des Eulenfestes ist eine traditionelle Veranstaltung für Jung und Alt. Die Einbecker SPD möchte gerne unterstützen und dieses Eulenfestangebot weiterhin am Leben halten“, wird der Einbecker SPD-Vorsitzende René Kopka in einer Pressemitteilung von Einbeck Marketing zitiert. Neu-SPD-Ratsherr (und ebenso wie Kopka junger Familienvater) Dennie Klose habe das Thema in der vergangenen Vorstandssitzung der SPD-Abteilung Einbeck (Kernstadt) aufgegriffen; gerne sei seine Initiative unterstützt worden, heißt es. „Die SPD freut sich, im Jahr 2017 für die Organisation und Koordination dieses Familienereignisses im Rahmen des Eulenfestes zuständig zu sein. Zu gegebener Zeit wird es weitere Informationen zum Flohmarkt geben.“

Nachtrag 06.10.2017: Die Einbecker Kernstadt-SPD hält Wort: Sie richtet am Sonnabend, 14. Oktober, von 9 bis 12 Uhr in der Marktstraße den Kinderflohmarkt zum Eulenfest aus. „Wir möchten an dem traditionellen Kinderflohmarkt im Rahmen des Eulenfestes festhalten und haben beschlossen, in diesem Jahr erstmalig den Kinderflohmarkt zu betreuen. Leider konnte der Flohmarkt im letzten Jahr nicht stattfinden, was wir sehr bedauert haben. Es wäre schön, wenn dieses Angebot wieder viele Kinder wahrnehmen würden, um ihr Taschengeld aufzubessern“, heißt es heute in einer Mitteilung der Vertreter der Kernstadt-SPD, Dennie Klose und René Kopka. Die SPD werde in der Marktstraße auch mit einem Organisationsstand vertreten sein und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Zu beachten sei, dass der Flohmarkt nur in der Marktstraße stattfinden werde und die Flächen der Geschäfte sowie deren Zugänge freigelassen werden müssen. Eine Anmeldung für die Veranstaltung sei nicht erforderlich, erklärte die Kernstadt-SPD heute.

Kommunalwahl-Comedy

Er hat es wieder getan: Comedy über die lokale Politik und Kommunalpolitiker. Dennie Klose aus Einbeck, der selbst für die SPD bei den Stadtratswahlen antritt, hat sich bei seiner Mixshow „Einbeck lacht!“ am 20. August 2016 im Weinhaus Jörns den aktuellen Wahlkampf mit seien Plakaten und Slogans vorgenommen. Hier ein Video des Openers:

Da sind’s wieder zwei…

Die Standortsuche für das Haus der Jugend bleibt politisch spannend: Der Verwaltungsausschuss des Stadtrates hat gestern beschlossen, dass bis zu einer Sonder-Ratssitzung Ende des Monats sowohl der mögliche Standort im ehemaligen Flüchtlingswohnheim am Kohnser Weg als auch das Gemeindezentrum am Sülbecksweg (Jugendkirche Marie) von der Verwaltung auf Machbarkeit weiter zu prüfen sind – und zwar ohne eine Priorisierung. Das sagte Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek mir heute auf Anfrage. Der Fachausschuss hatte am Dienstag noch empfohlen, vorrangig den Standort am Kohnser Weg zu untersuchen und hier auch die bereits beiseite gelegte Option eines Jugendgästehauses zu reaktivieren.

Da sind’s also jetzt wieder zwei Standorte, die zur Auswahl stehen werden. Aber es bleibt dabei, dass am Ende der Stadtrat in einer Sondersitzung entscheiden wird, welche Variante realisiert wird. Der genaue Sitzungstermin steht noch nicht fest, er soll aber nach den Osterferien Ende April liegen. Zuvor wird es laut Bürgermeisterin noch eine Anwohner-Informationsveranstaltung für die Anlieger rund um das Gemeindezentrum am Sülbecksweg geben, voraussichtlich am 22. April. Hier wollen Stadt und Kirche näher informieren, was genau vor Ort geplant ist, falls sich der Rat für diesen Standort entscheiden sollte und kirchliche und kommunale Jugendarbeit an einem Ort vereint werden sollen.

Nachtrag 11.04.2014: Die gemeinsame Infoveranstaltung von Stadt und Kirche für Anwohner und Anlieger rund um das Neustädter Gemeindezentrum am Sülbecksweg findet am Dienstag, 22. April, um 17 Uhr in der Neustädter Kirche St. Marien statt. „Bitte kommen Sie zahlreich, denn mit vielen beratenden Stimmen können wir gemeinsam dem Rat der Stadt Einbeck, der diese schwierige und weitreichende Zukunftsentscheidung zu fällen hat, wertvolle Hinweise für die Entscheidung und Gestaltung geben“, heißt es in der von Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek, Kirchenvorstand-Vorsitzenden Thomas Borchert und Superintendent Heinz Behrends gemeinsam unterzeichneten Einladung (Wortlaut: 2014 04 22 Einladung Infoveranstaltung Neustädter Kirche). Die Sonder-Ratssitzung ist für den 14. Mai terminiert.

Nachtrag 16.04.2014: Heute berichtet auch der Pressedienst des evangelischen Kirchenkreises Leine-Solling über die bevorstehende Anwohner-Versammlung; Moderator ist Dennie Klose. Sicherlich ist es in einer Einladung zu einer solchen Infoveranstaltung nicht zwingend notwendig, dennoch aber wie ich finde sehr auffällig, dass hier wie auch bereits in der von der Stadt herausgegebenen Einladung einzig von einem möglichen HdJ-Standort Gemeindezentrum am Sülbecksweg die Rede ist. Der jüngst vom VA wieder ins Spiel gebrachte ebenso mögliche Standort ehemaliges Flüchtlingswohnheim am Kohnser Weg kommt weder hier noch dort mit einem Wort vor…

Einbecker Gildentag-Bildung

Zum Fotografieren mit dem roten Handy kommt sie als Ministerin nur noch selten: Frauke Heiligenstadt. Archivfoto

Zum Fotografieren mit dem roten Handy kommt sie als Ministerin nur noch selten: Frauke Heiligenstadt. Archivfotos

Gildentag 2013: Frauke Heiligenstadt, Christian Grascha, Kreishandwerksmeiser Hermann-Josef Hupe.

Gildentag 2013: Frauke Heiligenstadt, MdL Christian Grascha, Kreishandwerksmeiser Hermann-Josef Hupe.

Das alte Jahr neigt sich dem Ende, da trudeln die ersten Einladungen für das neue Jahr ein. Ein fester Termin seit Jahren mit durchaus politischer Note ist der Gildentag der Kreishandwerkerschaft Northeim-Einbeck, stets Ende Januar und abwechselnd zwischen Einbeck und Northeim verortet. 2014 ist Einbeck Gastgeber. Und der Blick auf die Rednerliste zeigt bekannte, seit Jahren bei dieser Veranstaltung vertraute Namen – auch solche, die Abschied nehmen. Aber vor allem bietet der Gildentag in Einbeck 2014 neue, frische Rednerinnen-Power.

Den Festvortrag übernimmt Frauke Heiligenstadt (SPD), die als niedersächsische Kultusministerin noch kein Jahr im Amt ist und der der Gegenwind der Lehrer kräftig ins Gesicht bläst. „Gute Bildung – eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ ist ihr Thema vor den Handwerkern. Beim vergangenen Gildentag in Northeim war sie zwar seit neun Tagen in den Landtag wiedergewählt, aber (offiziell zumindest) noch keine Ministerin. Blumen gab’s vom Kreishandwerksmeister Hermann-Josef Hupe trotzdem.

Dr. Sabine Michalek mit Superintendent Heinz Behrends.

Dr. Sabine Michalek mit Superintendent Heinz Behrends.

Grußworte sprechen beim Gildentag 2014 zwei in diesem Jahr neu Gewählte: Michael Wickmann als Landrat (und Gastgeber im BBS-Forum) und Dr. Sabine Michalek als neue Bürgermeisterin der Gildentags-Gastgeberstadt Einbeck. Vor einem Jahr war die neue Rathauschefin frisch gewählt und konnte beim Gildentag in Northeim die Glückwünsche entgegen nehmen. Der Landrat ist zwar wohl so lange schon Gast bei einem Gildentag wie kaum ein anderer (schließlich ist er bereits seit 2002 Landrat). Mit seiner Wiederwahl im Oktober ist Wickmann noch acht Handwerkertage im Dienst.

Und ein letztes geistliches Wort bei einem Handwerkertag spricht Heinz Behrends – jedenfalls als Northeimer Superintendent. Als solcher geht er nämlich im Spätsommer in den Ruhestand.

Die Kreishandwerkerschaft, die sonst schon öfter ob der bemühten politischen Neutralität in Wahljahren auf politisch unverdächtige Festredner (beispielsweise solche aus der Wirtschaft oder aus dem Sport) ausgewichen ist, kann 2014 trotz der im Mai anstehenden Europawahl und mehrerer Bürgermeisterwahlen (u.a. in Dassel und Bad Gandersheim) befreit agieren. Alle auf der RednerInnen-Liste stehenden PolitikerInnen sind jüngst 2013 in ihre Ämter gekommen, selbst der Präsident der Handwerkskammer, Delfino Roman (Hildesheim), ist erst seit diesem Jahr im Amt, nachdem der Einbecker Jürgen Herbst im Januar den Präsidenten-Posten nach Vorwürfen hingeworfen hatte. Für den Steinmetz aus Hildesheim ist der Einbecker Gildentag 2014 Premiere.

Übrigens: Auch den Handwerkerball  als das gesellschaftliche Event des Jahres haben viele schon jahrelang genossen. Moderiert wird die 2014-er Veranstaltung – natürlich – von einem Einbecker: Dennie Klose.