Bla bla bla

Tür zum WC für Herren.

Tür zum WC für Damen.

Das wird sich in Einbeck einprägen. Da ist Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek sicher. Sie lacht. Politisch sind die Worte nicht gemeint, die da an den Türen im neuen DRK-Jugendgästehaus in Einbeck stehen. Oder doch? „Ich gehe aufs Bla“, das werde sich etablieren, sagte die Rathauschefin bei der Eröffnung des neuen Gästehauses. Hinter den Türen mit diesen Worten sind die Toiletten verborgen. „Bla“ für Herren, „bla bla bla“ für Damen. Augenzwinkernd ist es natürlich gemeint (für einige muss man das ja immer dazu schreiben, so viel Humor haben sie). Und Symbole für Damen und Herren ergänzen die Worte, damit auch wirklich jeder zum eigentlich stillen Örtchen findet. Auch ohne Blabla. Die Bürgermeisterin dankte für das überragende Engagement des DRK bei diesem Projekt, bei dem Kosten- und Zeitrahmen eingehalten werden konnten und das vom Stadtrat fraktionsübergreifend getragen worden sei. „Sie haben uns auch motiviert“, sagte Michalek über den Einsatz von Hausleiter Jan Störmer, der wie das gesamte DRK immer an das Projekt geglaubt habe. Schließlich sei der Weg lang gewesen.

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Jugendgästehaus: Fehlen nur noch Möbel

Der künftige Leiter Jan Störmer vor dem neuen Jugendgästehaus „Henry Dunant“.

Der Jugendausschuss musste vor einigen Tagen noch im Schein der Taschenlampe die Baustelle besuchen. Ein paar Kabel schauen zwar immer noch aus der Wand, aber die Bauarbeiten für das neue Jugendgästehaus in Einbeck sind jetzt im Wesentlichen abgeschlossen. „Wir sind im Zeit- und Kostenplan geblieben“, freute sich Bauamtsleiter Frithjof Look heute bei einem Ortstermin. 995.000 Euro lässt sich die Stadt Einbeck den Umbau des in den 1990-er Jahren als Flüchtlingswohnheim errichteten Hauses am Kohnser Weg kosten (wesentlich gefördert durch das Programm „Kleine Städte“), hinzu kommen noch einmal 200.000 Euro für die Einrichtung. Die Umbauarbeiten hatten am 18. April begonnen, zwischenzeitlich gab es Probleme, weil die Handwerker-Ausschreibungen aufgehoben werden mussten. Das neue Jugendgästehaus wird vom DRK-Kreisverband Einbeck betrieben, Leiter wird Jan Störmer. „Ab nächster Woche werden die Waschmaschinen, die Möbel und die weitere Einrichtung geliefert“, sagt er. Offiziell eröffnet wird das nach dem DRK-Gründer Henry Dunant benannte zweigeschossige Gebäude am westlichen Stadtrand von Einbeck direkt neben dem Haus der Jugend am 27. Januar. „Eine Woche später erwarten wir die ersten Gäste“, freut sich Jan Störmer.

Zwei Gruppen werden im Jugendgästehaus übernachten können, wobei nicht allein Jugendliche die Gäste sein dürfen. 53 Betten stehen insgesamt zur Verfügung, verteilt in zehn Zimmern. Es gibt ein Vierbettzimmer, fünf Sechsbettzimmer sowie zwei Zimmer für Betreuer. Zwei weitere Räume im Erdgeschoss sind barrierefrei ausgestattet; einen Fahrstuhl gibt es in dem Gebäude nicht. Hinzu kommen Duschen- und Toilettenräume sowie Gruppen- und Multifunktionsräume im Obergeschoss und ein Speisesaal im Erdgeschoss. Hier wird im Frühjahr noch eine Terrasse mit direktem Zugang einstehen. Küchen stehen zur Verfügung, in denen sich die Besucher selbst versorgen können. Geeignet ist das Jugendgästehaus „Henry Dunant“ beispielsweise für Jugend- oder Familienfreizeiten, Klassenfahrten, Seminare oder Chor-/Musikproben.

Jörg Mönnig und Arnd Severidt (Stadt Einbeck), Nicolai Tuschinsky und Diana Kurz-Hoffmann (DRK Einbeck), Frithjof Look und Gunnar Groneweg (Stadt Einbeck) sowie der künftige Leiter Jan Störmer im Multifunktionraum im Obergeschoss.

Im Januar startet „Henry Dunant“

Fenster sind drin: das Jugendgästehaus entsteht am Kohnser Weg neben dem Haus der Jugend, das 2016 eröffnet wurde.

Das Jugendgästehaus am Kohnser Weg neben dem Haus der Jugend will im Januar seine ersten Besucher begrüßen. Diesen Zeitplan nannte Jugendrotkreuzleiter DRK-Mitarbeiter Jan Störmer heute beim Besuch des SPD-Projektsommers vor Ort; Störmer wird auch künftiger Hausleiter sein. In den nächsten Wochen werde man mit der Werbung beginnen. Das DRK ist Betreiber des neuen Hauses mit 44 Betten, das von der Stadt Einbeck zurzeit für rund 500.000 Euro umgebaut wird. Die Bauarbeiten sollen laut Störmer Ende November abgeschlossen sein, im Dezember soll das Jugendgästehaus dann fertig eingerichtet werden, um Anfang 2018 nach rund fünf Jahren Pause die ersten Übernachtungsgäste willkommen heißen zu können. Bis 2013 gab es ein Gästehaus des DRK im ehemaligen Schützenhaus am Tiedexer Tor; dieses Gebäude gehört jetzt der Kulturstiftung Kornhaus des benachbarten PS-Speichers. Das neue Jugendgästehaus Einbeck wird den Zusatznamen „Henry Dunant“ bekommen, benannt nach dem Gründer des Roten Kreuzes. Die SPD-Besucher konnten die Baustelle des Jugendgästehauses heute aus Witterungsgründen nicht wie geplant betreten.

(Aktualisiert: 26.07.2017, 13:51 Uhr)

Neues Jugendgästehaus entsteht

Neues Jugendgästehaus am Kohnser Weg: Die Bauarbeiten laufen, berichtete die Bürgermeisterin.

Noch liegt alles im Plan, der Termin der Fertigstellung ist bislang nicht gefährdet. Bei den laufenden Umbauarbeiten für das neue Jugendgästehaus im ehemaligen Flüchtlingswohnheim am Kohnser Weg neben dem neuen Haus der Jugend musste jetzt allerdings die Ausschreibung der Sanitäranlagen aufgehoben werden, berichtete Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek im Stadtrat. Es sei kein Angebot eingegangen. Die Arbeiten sind jetzt erneut ausgeschrieben worden, dadurch komme es zu Verzögerungen, die auch andere Gewerke betreffen. Die Rohbauarbeiten im Inneren sind laut Bürgermeisterin weitestgehend abgeschlossen. Damit das Gebäude barrierefrei wird, sind die Türöffnungen angepasst worden. Momentan laufen die Kanalarbeiten für die Entwässerung im Außenbereich für die neuen Sanitärräume und für die Küche. Parallel wird die alte Heizung abgebaut, eine neue eingebaut. Geplant ist nach den Worten der Rathauschefin, in diesem Monat noch mit dem Trockenbau (Wände) zu beginnen. Fenster und Außentüren sind bestellt und können im nächsten Monat eingebaut werden. Betreiber des Jugendgästehauses wird der DRK-Kreisverband Einbeck sein. Ein Betreibervertrag ist bereits ausgehandelt und unterschrieben, sagte Michalek. Das Jugendgästehaus soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden und rund eine Million Euro kosten, finanziert durch Fördergelder.

SPD besucht das DRK in Einbeck

SPD besucht die Rettungswache des DRK in Einbeck.

SPD-Ratsmitglieder und -Kandidaten haben die Rettungswache des DRK in Einbeck besucht.

Die Einbecker SPD hat sich bei einem Besuch des DRK in Einbeck unter anderem über hauptamtliche und ehrenamtliche Strukturen des Rettungsdienstes informieren können. Von der Rettungwache am Tiedexer Tor wurden vergangenes Jahr 6500 Einsätze bewältigt, in diesem Jahr bereits rund 3200 Einsätze, berichtete Rettungswachenleiter Andreas Reschke. Dass die Wache für die insgesamt 30 dort tätigen Mitarbeitern eng ist, konnten die Sozialdemokraten bei ihrem Rundgang selbst hautnah erleben. Nicht jeder habe einen eigenen Spind, in Spitzenzeiten sind teilweise zehn Rettungskräfte vor Ort. Seit Mai dieses Jahres steht ein zweiter Rettungswagen in Einbeck.

Aber nicht nur mit den hauptamtlichen Rettungsdienst-Mitarbeitern kamen die SPD-Ratsmitglieder und diejenigen, die das noch werden wollen, ins Gespräch. Mit einem jährlichen Budget von rund 40.000 Euro stemmt das Rote Kreuz ehrenamtlich den ergänzenden Rettungsdienst, die Bereitschaft. Der immer dann zum Einsatz kommt, wenn es mehr als vier oder fünf Verletzte gibt, oder in Fällen des Katastrophenschutzes. Oder wenn der hauptamtliche Rettungsdienst anderweitig gebunden ist. Ein Rettungszug besteht aus 66 Kräften, aktuell gibt es aber nur 59 Aktive. Kreisbereitschaftsleiter Fabian Binnewies warb deshalb um Nachwuchs. Leider werde das ehrenamtliche Engagement beeinträchtigt durch den Umstand, dass das DRK im Gegensatz zur Feuerwehr keine gesetzliche Grundlage habe, dass Mitarbeiter von ihren Arbeitgebern für Einsätze freigestellt werden müssen. Das DRK müsse auf Freiwilligkeit setzen, einige Arbeitgeber seien dazu bereit, andere aber auch nicht, erfuhren die Sozialdemokraten.

SPD-Ratsherr Alexander Kloss nahm von dem Besuch die Anregung mit, das DRK bei einem der nächsten Unternehmer-Frühstücke des Landkreises Northeim und der IHK für die Freistellung der Beschäftigten bei den Unternehmern werben zu lassen. SPD-Vorsitzender Marcus Seidel kündigte an, im neu gewählten Einbecker Stadtrat einen Antrag einbringen zu wollen, dass wenigstens die beim DRK tätigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung und ihrer Betriebe für Einsätze freigestellt werden und Lohnfortzahlung erhalten sollten.

Und auch tierisch ist das Rote Kreuz in Einbeck unterwegs. Seit 14 Jahren gibt es die Rettungshundestaffel, die derzeit aus elf Hund/Mensch-Teams besteht und sich jeden Donnerstag und Sonntag regelmäßig trifft. Etwa drei Jahre dauert eine Ausbildung zum Flächensucher-Hund, der 30.000 Quadratmeter in 20 Minuten absuchen kann. Rund vier Jahre müssen Mensch und Tier in die Ausbildung zum Mantrailer investieren, der Personen nach Individualgeruch des zu suchenden Menschen aufspüren kann. Leider habe man in der ablaufenden Wahlperiode im Stadtrat die Hundesteuer-Freiheit nur für ausgebildete Hunde erreichen können, bedauerte Seidel. Eigentlich müsse diese auch die noch in der Ausbildung befindlichen Hunde betreffen, schließlich dauere diese mehrere Jahre. Und auch Rettungshunde-Rentner sollten davon partizipieren können, fanden die Genossen.

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Bald Borntal-Klausur der CDU

Borntal-Besuch: CDU-Ratsfraktion vor dem Haus des Jugendrotkreuzes. Foto: CDU

Borntal-Besuch: CDU-Ratsfraktion vor dem Haus des Jugendrotkreuzes. Foto: CDU

Nach einem Besuch im Haus des Jugendrotkreuzes Einbeck hat die CDU-Ratsfraktion eine Klausurtagung im Borntal noch für dieses Jahr angekündigt. Die idyllisch gelegene Anlage im Norden der Einbecker Kernstadt gibt es seit 1982 als Übernachtungs- und Seminarstätte mit circa 150 Betten Kapazität, diversen Seminarräumen, einem attraktiven Außengelände und einer guten Küche. Das Haus des Jugendrotkreuzes beschäftigt derzeit 15 Mitarbeiter und zog im vergangenen Jahr viele Gäste nach Einbeck, konnte mehr als 20.000 Teilnehmertage verbuchen, heißt es in einer MItteilung der Christdemokraten. Hans-Martin Grigoleit, der das Haus in zweiter Generation leitet (und Beisitzer im CDU-Stadtverband ist), führte die CDU-Abordnung durch die Anlage und freute sich über das große Interesse. Die Nachfrage sei insgesamt erfreulicherweise hoch, so dass man derzeit über mögliche Erweiterungen nachdenke. In der Mehrzahl nutzten Gruppen von Jugendverbänden wie dem Jugendrotkreuz, von Gewerkschaften aber auch dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), dem Bundesfreiwilligendienst (BFD), Schulklassen und religiösen Jugendorganisationen das Angebot.