Straßenreinigung kostet bald deutlich mehr

Marktplatzpflaster. Archivfoto

Die Gebühren für Straßenreinigung in Einbeck werden im kommenden Jahr deutlich steigen, vor allem im Bereich der Fußgängerzone, in der fünf Mal pro Woche gereinigt wird. Hier ist ein Anstieg von 5,90 Euro auf 16,88 Euro vorgesehen. Mit der Gebührenerhöhung befasst sich der Bauausschuss des Stadtrates auf seiner nächsten Sitzung am 13. August (17 Uhr, Altes Rathaus). Die Erhöhung ist jedoch alternativlos, wie Justiziar Dr. Florian Schröder in der Beratungsvorlage deutlich macht. Im wegen eines Gerichtsurteils geänderten Niedersächsischen Straßengesetz ist der Öffentlichkeitsanteil jetzt auf 25 Prozent der Kosten festgelegt. Diese Gesetzesänderung betrifft in der Stadt Einbeck die Fußgängerzone, welche bisher mit 84,36 Prozent der Kosten durch den städtischen Haushalt gedeckt wurde. Lediglich 15,64 Prozent der Kosten wurden von den Anliegern als Gebühr erhoben. Durch die Gesetzesänderung beim Straßengesetz ist eine Subventionierung durch einen erhöhten Öffentlichkeitsanteil über 25 Prozent nicht zulässig. Dafür gebe es auch kein Ermessen. Gespannt sein darf man dennoch auf die Diskussion im Bauausschuss, denn die Ratsmitglieder könnten einem Grundsatz folgen: Wer die Musik bezahlt, darf auch bestellen, was gespielt wird. Wenn also die Anlieger 75 Prozent bezahlen, dann müssten jedenfalls auch ihre Wünsche proportional berücksichtigt werden. Ob also noch weiterhin fünf Mal pro Woche und mit Maschine oder per Hand gefegt werden soll, könnte nochmal spannend werden.

Nachtrag 13.08.2018: Mit allseitigem Lob über die Vorlagen und deren Erläuterungen hat der Ausschuss heute einstimmig ohne Diskussion die Ergebnisse, Kalkulationen und Gebührensatzung dem Stadtrat zur Änderung wie vorgeschlagen empfohlen. Vertreter aller Fraktionen erklärten, die gesetzlichen Grundlagen ließen keinen Spielraum und veranlassten alternativlos zu der Entscheidung.

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Arbeitgeber Rathaus

Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek, Anna Heinrichs, Ayla Hacke, Tabea Mund, Personalrätin Sylke Agus, Personalleiter Dr. Florian Schröder und Auszubildendenbetreuer Jona Frederik Otto sowie (sitzend) die neuen Azubis Pascal Nitzschke und Elisa Nägele.

Der 1. August ist für Personaler allüberall ein wichtiger Tag. An diesem Sommertag beginnt für viele der Ernst des Lebens. Auszubildende starten neu, andere treten eine neue Stelle an. Wenn auch Einbeck noch auf die eine Bauamt-Personalie aus dem Rathaus warten muss, hat die Stadtverwaltung als Arbeitgeber doch am 1. August viel begrüßt, ernannt und übernommen. „Es ist gut, wenn wir eine Perspektive bieten können“, sagte Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek. Der jüngste Personalbericht habe ja wieder gezeigt, dass in den nächsten Jahren viele Mitarbeiter in den Ruhestand gehen werden, der Altersdurchschnitt bei den Mitarbeitern der Stadtverwaltung hoch sei. „Wir müssen den ‚Braindrain‚ abfangen“, sagte Michalek, Talente dürften nicht abwandern. Stellen müssten rechtzeitig besetzt werden. Auch wenn die Kommune nicht so eine hohe Quote wie die freie Wirtschaft leisten könne. Zwei Auszubildende haben ihre Zeit im Rathaus am 1. August begonnen, weniger als sonst, weil Ausbildungsstellen z.B. in der Bibliothek, in der IT und in der Abwasserwirtschaft noch besetzt sind. Neu ist Elisa Nägele aus Drüber, die in der allgemeinen Verwaltung beginnt. Sie hat zuvor ihren Schulabschluss in Pädagogik und Psychologie an der BBS Einbeck gemacht, sich aber dann doch eher für Informationsverarbeitung und Wirtschaft interessiert, begründet sie ihre Bewerbung bei der Stadt Einbeck. Frisch von der BBS Alfeld ebenfalls mit Abschluss in Pädagogik und Psychologie kommt Pascal Nitzschke, der im Bürgerbüro seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten startet.

Personalrat Lars Engelke, Sachgebietsleiterin Brigitte Hankel, Anna Heinrichs, Ayla Hacke, Dr. Sabine Michalek, Sachgebietsleiter Frank Piorr. Foto: Stadt Einbeck

Anna Heinrichs, die Ausbildungsbeauftragte im Rathaus und Mitarbeiterin für Verwaltungsmodernisierung, wurde zur Beamtin auf Lebenszeit ernannt. Ayla Hacke wurde zur Stadtinspektorin auf Probe ernannt. Sie hatte im Juni ihren Bachelor-Studiengang „Allgemeine Verwaltung“ in Hannover erfolgreich abgeschlossen und sich für eine Zukunft im Einbecker Rathaus entschieden. „Das war keine Frage, hier sind die Perspektiven gut“, sagt Hacke. Seit Juli arbeitet sie im Sachgebiet Haushalt und Steuern. Unbefristet übernommen nach erfolgreicher Ausbildung hat die Stadt Einbeck auch Tabea Mund. Der sichere Arbeitsplatz hat die Einbeckerin dazu gebracht, zu bleiben. „Ich habe mich hier immer wohlgefühlt“. Mund arbeitet seit Juli im Bürgerbüro in Kreiensen.

Am 1. August 2018 hat es im Rathaus außerdem noch mehrere Dienstjubiläen für insgesamt 290 Jahre gegeben, außerdem eine Verabschiedung in den Ruhestand. Kämmerin Brigitte Hankel kann auf 25 Jahre Tätigkeit im öffentlichen Dienst zurückblicken. Sie ist am 1. November 2016 in die Dienste der Stadt Einbeck getreten und seitdem Leiterin des Sachgebiets Haushalt und Steuern. Vorher war Brigitte Hankel beim Landkreis Göttingen, bei der Stadt Osterode und der Gemeinde Katlenburg-Lindau beschäftigt. Gordon Kleinecke konnte ebenfalls das 25-jährige Dienstjubiläum feiern. Am 1993 begann für ihn die Ausbildung zum Gärtner bei der Stadt Einbeck. Seit Beendigung der Ausbildung ist Kleinecke als Gärtner bei der Stadtgärtnerei bzw. beim Kommunalen Bauhof eingesetzt. Ebenfalls als Gärtner ist Peter Grimme bei der Stadt Einbeckbeschäftigt. Nach Beendigung der Ausbildung im Jahr 1981 wurde Grimme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen und ist seitdem bei der Stadtgärtnerei tätig. Er konnte am 1. August 2018 bereits sein 40-jähriges Dienstjubiläum begehen. Auch Sonja Fäthe, Axel Rüttgeroth, Cornelia Schönwälder und Petra Peckmann wurden für 40 Jahre im öffentlichen Dienst geehrt. Fäthe begann am 1. August 1978 ihre Ausbildung zur Verwaltungsangestellten bei der Stadt Einbeck. Nach Einsätzen im Bauamt und im Jugendamt übernahm Sonja Fäthe die Aufgaben der Erziehungsgeldstelle. Für drei Jahre war sie im Rahmen dieser Tätigkeit zum Landkreis Northeim abgeordnet. Nach Übernahme der Aufgaben der Erziehungsgeldstelle durch die Stadt Einbeck im Jahr 2008 ist Sonja Fäthe wieder im Neuen Rathaus beschäftigt. Axel Rüttgeroth hat nach Beendigung seiner Ausbildung zum Verwaltungsangestellten im Jahr 1980 mehrere Dienststellen der Stadt Einbeck im Jahr durchlaufen. Seit dem 1. Mai 1993 ist er als EDV-Systemverwalter tätig und seitdem für die IT-Abteilung der Stadt Einbeck zuständig. Die Ausbildung zum Bürokaufmann bei den Stadtwerken hat Cornelia Schönwälder am 1. August 1978 begonnen. Nach Beendigung der Ausbildung war sie zunächst bei den Stadtwerken beschäftigt, wechselte dann zur Stadtkasse Einbeck und ist seit Januar 1997 in der Bauaufsicht tätig. Ebenfalls bei den Stadtwerken hat Petra Peckmann ihre Ausbildung zur Bürokauffrau absolviert. Nach Einsätzen bei den Stadtwerken, der Stadtkasse Einbeck und wieder bei den Stadtwerken erfolgte zum
1. Januar 1996 die Umsetzung zum Eigenbetrieb Stadtentwässerung. Dort ist sie seitdem beschäftigt.

Peter Oestreich ist mit Ablauf des 31. Juli 2018 in den Ruhestand verabschiedet worden. Am 1. April 1991 trat Oestreich als Umweltschutztechniker im Tiefbauamt seinen Dienst bei der Stadt Einbeck an. Vorübergehend bekam er auch die Aufgaben des Umweltschutzes übertragen. Seit Übergang des Aufgabenbereiches zum Eigenbetrieb Stadtentwässerung war Peter Oestreich dort beschäftigt.

Personalrat Lars Engelke, Fachbereichsleiter Arndt Severidt, Personalrätin Sylke Agus, Personalrätin Ina Klingebiel, Gordon Kleinecke, Uwe Redzig (Bauhof), Sonja Fäthe, Brigitte Hankel, Peter Grimme, Peter Oestreich, Bernd Müller (Bauamt), Cornelia Schönwälder, Bernd Cranen (Stadtentwässerung), Petra Peckmann, Martin Worreschk (Stadtentwässerung),
Axel Rüttgeroth, Frank Piorr, Dirk Löwe (Bauhof) und Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek. Foto: Stadt Einbeck