Was macht eigentlich der Seniorenrat?

Sitzung des Seniorenrates in Rotenkirchen im Dorfgemeinschaftshaus, der einstigen Umkleide des Waldschwimmbades.

Er trifft sich regelmäßig, einmal im Monat, tagt mal in Einbeck, mal aber auch in den verschiedenen Ortschaften der großen Stadt Einbeck, um näher am Puls der älter werdenden Bevölkerung zu sein. Etwas, das sich Ratsgremien durchaus mal abschauen dürfen. Was der Seniorenrat macht, mit welchen Themen er sich ausdauernd und hartnäckig beschäftigt, können Interessierte bei den monatlichen, öffentlichen Sitzungen regelmäßig erleben, zuletzt in dieser Woche in Rotenkirchen im dortigen Dorfgemeinschaftshaus. Worum sich die Seniorenvertretung kümmert, soll aber auch eine Informationsveranstaltung thematisieren, zu der der Einbecker Seniorenrat am 23. August von 17 bis 19 Uhr in die Halle des Alten Rathauses einlädt. Als Impuls ist ein Referat über Wohngeld für Senioren geplant, vor allem aber möchte der Seniorenrat an diesem Abend in der zuende gehenden Wahlperiode Rechenschaft ablegen über seine Tätigkeit, zu der weit mehr gehört als der jährlich verliehene Seniorenpreis. Und ein wenig Werbung für die Neuwahl des Seniorenrates am 26. Oktober darf’s an dem Abend auch sein. Schließlich werden nicht alle Mitglieder des ehrenamtlichen Gremiums erneut kandidieren.

Ein Dauerbrenner-Thema im Seniorenrat ist die mangelhafte Toiletten-Situation in Einbeck. Der Seniorenrat legt wieder und wieder den Finger in die Wunde, bemängelt immer wieder die fehlenden barrierefreien öffentlichen WC am Neustädter Kirchplatz, auf dem Zentralfriedhof und auch im Bereich Altes Rathaus. Das Dixi-Klo dort am Hallenplan empfindet der Seniorenrat als eher unrühmliche Übergangslösung, die man lieber nicht erwähnt. Die neue Behindertenbeauftragte der Stadt Einbeck, Renate Leuschner, weiß der Seniorenrat auf seiner Seite. Sie habe das Thema im Blick, sagte Leuschner. Neu aufgelegt wird zurzeit das Faltblatt „Freundliche Toiletten“, das eine Übersicht geben soll, wann und wo in der City in welchen Geschäften oder Gaststätten Toiletten frei erreichbar sind. Das Problem sei, dass diese 20 WC nur genutzt werden können, wenn die Einrichtungen auch geöffnet haben, also nicht nach Geschäftsschluss oder sonntags. Bis Ende des Jahres will der Seniorenrat außerdem wieder inhabergeführte Geschäfte in Einbeck besuchen, um ihnen möglichst die Plakette „Generationsfreundliches Einkaufen“ verleihen zu können. Vor drei Jahren war man schon einmal unterwegs und hat die Aufkleber vergeben, wenn in den Geschäften alle Generationen barrierearm einkaufen können.

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