Als Städte noch selbst Münzen prägten

Freude über Münzsammlung (v.l.): Dr. Elke Heege, Dr. Sabine Michalek, Andreas Wobst, Alexander Kloss, Dirk Heitmüller, Michael Pankalla, Walter Schmalzried, Margrit Cludius-Brandt, Dr. Ursula Beckendorf, Eunice Schenitzki, Gitta Kunzi.

Freude über Münzsammlung (v.l.): Dr. Elke Heege, Dr. Sabine Michalek, Andreas Wobst, Alexander Kloss, Dirk Heitmüller, Michael Pankalla, Walter Schmalzried, Margrit Cludius-Brandt, Dr. Ursula Beckendorf, Eunice Schenitzki, Gitta Kunzi.

Einbecker Reichstaler 1625.

Einbecker Reichstaler 1625.

Das waren noch Zeiten, mochten einige der Kulturpolitiker des Einbecker Stadtrates gedacht haben, als jetzt offiziell im Stadtmuseum weitere historische Münzen im Kabinett des Hauses präsentiert wurden. Früher konnten die Städte noch selbst ihr Geld produzieren und Münzen prägen. In Zeiten knapper öffentlicher Haushalte eine verlockender Gedanke: Was wäre, wenn das heute auch noch möglich wäre? Die jetzt gespendeten historischen Münzen sollten jedenfalls nicht mehr wie fast 25 Jahre lang im Tresor abseits der Öffentlichkeit verwahrt werden. Die 44 Münzen liegen jetzt in einer gläsernen Vitrine – und jeder Besucher des Einbecker Stadtmuseums kann die vor allem aus dem 17. Jahrhundert stammenden Taler, Groschen und Körtlinge genannten Alltagsmünzen betrachten. Die Volksbank Einbeck hat dem Einbecker Museum eine Münzsammlung gespendet, die sie selbst 1993 aus einem Nachlass erworben hatte. Damals habe die Bank eine eigene Sammlung aufbauen wollen, berichtet Vorstand Andreas Wobst, daraus sei aber nichts geworden. Damit die Münzen mit einem Bestandswert von circa 3480 Euro jeder sehen könne, habe die Volksbank das Münzgeld nun dem Museum übertragen. Dort gibt es bereits seit 1994 ein Münzkabinett, das 371 Einbecker Stadtmünzen und ihre Geschichte zeigt – und auch zahlreiche, sehr seltene Prägestempel, die in früheren Jahrhunderten eigentlich vernichtet werden sollten, um Missbrauch durch Neuprägungen zu verhindern. Aus der Volksbank-Sammlung stammen 36 Stadtprägungen aus Einbeck, acht Stadtprägungen aus Northeim. Das wertvollste Stück der Sammlung ist der Einbecker Reichstaler aus dem Jahre 1625, geprägt vom Münzmeister Hans von der Ecke. Außerdem befinden sich in der Volksbank-Münzsammlung einige Mariengroschen und die frühen Jahrgänge der Körtlinge und Reichsgroschen. Museumsleiterin Dr. Elke Heege dankte für die Sammlung, sie ergänze den vorhandenen Bestand ideal. Bereits vor 200 Jahren sei der Grundstock für die Münzsammlung der Stadt Einbeck gelegt worden, schon vor der Gründung des Einbecker Geschichtsvereins, deren Vorsitzende Dr. Elke Heege ist.

Den Reichstaler in der Hand (v.l.): Andreas Wobst, Dr. Elke Heege und Dr. Sabine Michalek.

Den Reichstaler aus dem Jahre 1625 in der Hand (v.l.): Andreas Wobst, Dr. Elke Heege und Dr. Sabine Michalek.

 

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