Kulturpforte öffnet sich

Was lange währt… wird jetzt wenigstens in Kürze Realität. Das Projekt „Kulturpforte Einbeck“ soll am 15. Oktober starten, berichtete gestern Rolf Hojnatzki (SPD), der auch Vorsitzender des AWO-Ortsvereins Einbeck ist, im Kulturausschuss. In diesem Gremium hatte bereits im März der Kulturpforten-Vertreter aus Göttingen berichtet, wie in der Universitätsstadt Eintrittskarten für Kulturveranstaltungen an bedürftige Menschen mit geringem oder gar keinem Einkommen abgegeben werden. Sie liegen an der Kasse anonym bereit, niemand müsse sich als bedürftig outen. Die Einbecker Kulturpforte soll logistisch im Gebäude der AWO an der Grimsehlstraße angesiedelt werden, aber nur deshalb, betonte Hojnatzki, weil man Bürofläche, vorhandene Computer und AWO-FSJler als freiwillige Helfer in das Projekt einbringen wolle. Die Einbecker Kulturpforte wird mit der Göttinger zusammenarbeiten, auch deren funktionierendes und bewährtes Datenbank-Programm übernehmen. Nach dem Projektstart Mitte Oktober werden zunächst die Verträge mit den Kulturschaffenden abgeschlossen, wer wann wie viele Karten überlassen kann und will, außerdem wird die Datenbank eingerichtet, werden die Vermittler der Karten geschult und wird für die Kulturpforte Einbeck geworben. Mit 21.000 Euro sind die ersten zwei Jahre der Kulturpforte finanziell durch den Landschaftsverband Südniedersachsen, die Sozial- und Sportstiftung des Landkreises Northeim, die Sparkasse Einbeck und Spenden gesichert. Die ersten Kultur-Eintrittskarten konkret vermittelt werden sollen ab Mitte Januar 2016. Wo die Kulturpforte in Einbeck ihren Sitz habe, sei zweitrangig, betonte Hojnatzki. Die Erfahrung in anderen vergleichbaren Projekten habe gezeigt, dass Mitarbeiter der „Kultur-Tafel“ eher auf die Zielgruppe zugehen müssten, als dass diese selbst in einem Büro nach Karten nachfragten.

Nachtrag 13.02.2016: Wie Fachbereichsleiter Dr. Florian Schröder in der jüngsten Stadtrat-Sitzung erklärte, habe die Kulturpforte leider noch nicht wie geplant ihre Arbeit beginnen können, weil ein Teil des zugesagten Fördergeldes fehle. Man suche nach Lösungen. Heidrun Hoffmann-Taufall (CDU) hatte nachgefragt, warum zwei Jahre nach Initiative durch einen CDU-Antrag immer noch nichts passiert sei.

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