Arbeit über und mit Einbecker Jugend

Mit dem neuen Standort für das Haus der Jugend möchte sich auch die Jugendarbeit in Einbeck neu aufstellen. Stadtjugendpfleger Henrik Probst skizzierte heute im Jugend-Ausschuss des Stadtrates erstmals, wie die Arbeit mit Jugendlichen mit ihren gesetzlich vorgegebenen Aufgabenbereichen personell neu konzipiert werden soll. Insgesamt sollen zukünftig sechs Mitarbeiter im Team der Stadtjugendpflege mit unterschiedlichen Aufgabengebieten beschäftigt werden (Organigramm: Jugendarbeit Einbeck MitarbeiterundAufgabenstruktur). Henrik Probst als Leiter der Jugendpflege übernimmt bis auf Weiteres auch die Leitung des Hauses der Jugend. Die bisherige Stelle der Jugendpflege Kreiensen wird in dieses Team der Jugendarbeit integriert – mit einem Aufgabenschwerpunkt für die Jugendarbeit in der ehemaligen Gemeinde Kreiensen. Die Stellenbesetzung steht unmittelbar vor dem Abschluss; der bisherige Jugendpfleger Eckhard Rutha geht Ende Januar in den Ruhestand. Der neue Jugendpfleger soll vorrangig das Büro im Rathaus Kreiensen nutzen und auch in den Jugendräumen der ehemaligen Gemeinde als Ansprechpartner für die Jugendlichen präsent sein. Neu in das Team der Jugendpflege soll Fritz Hoffmann als „pädagogischer Hausmeister“ und als Betreuer eines Reparaturcafes für Jugendliche am neuen Standort des Hauses der Jugend aufgenommen werden. Schon seit Juli ist Hoffmann als Krankheitsvertretung für die „offene Arbeit“ im Haus der Jugend tätig.

Die künftigen inhaltlichen Schwerpunkte sollen sich an einer repräsentativen Jugendstudie orientieren, für die der Ausschuss heute einstimmig grünes Licht gegeben hat und für die die Hochschule Holzminden der HAWK gewonnen werden konnte. Mit Beginn des neuen Jahres starten die Befragungen und Interviews hierzu. Erste Feldstudien seien aber bereits jetzt in Arbeit, es sollen mehrere Bachelor- und Masterarbeiten für die Studie entstehen, berichtete Henrik Probst. Zum Wintersemester 2015 sei mit Ergebnissen zu rechnen. Dann habe man eine qualifizierte Erhebung mit wissenschaftlichem Wert, die sei wichtig für die Jugendarbeit in Einbeck. Probst: „Da freue ich mich schon drauf.“

Ein interessantes Ergebnis dürften Aussagen darüber sein, wie Jugendliche politisch sinnvoll und nach ihren Wünschen beteiligt werden können, Stichwort Jugendparlament. Ein politisches Gegengewicht zum starken Seniorenrat ist wünschenswert für eine Stadt, in der Politik für alle Generationen gemacht wird. Aber natürlich nur, wenn dies die Jugendlichen selbst wollen und mitmachen. In einer temporär aktiven Facebook-Gruppe dürfte sich das nicht erschöpfen.

Nicole Mölder.

Nicole Mölder.

Nachtrag 20.01.2015/28.01.2015: Nicole Mölder wird zum 1. Februar 2015 neue Jugendpflegerin mit Schwerpunkt Kreiensen. Das wurde mir heute im Rathaus bestätigt. Die 37-jährige Sozialpädagogin aus Lüthorst war bislang als Schulsozialarbeiterin an der Haupt- und Realschule Eschershausen (Landkreis Holzminden) tätig.

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