Wieviel IGS ?

IGS-Motor Siegfried Pinkepank (l.) und Landrat Michael Wickmann.

IGS-Motor Siegfried Pinkepank (l.) und Landrat Michael Wickmann bei der Pressekonferenz.

Diese Zahl wird in der politischen Diskussion der Lackmustest für die neue Gesamtschule in Einbeck sein, die ab dem Sommer im Schulzentrum am Hubeweg ihre Pforten öffnen wird, das ist Beobachtern klar: Wieviele Schüler werden von ihren Eltern für die IGS angemeldet? Die Planungen, die jetzt in die heiße pädagogische Phase starten, gehen von einer vierzügigen Schule aus, also von vier 5. Klassen zu Beginn. Also 4 x 24 = 96.

Die Schülerzahl wird aber definitiv erst nach den Zeugnissen im Sommer feststehen. Denn erst damit können Eltern die Wahl treffen, ihren Nachwuchs auf eine Integrierte Gesamtschule zu schicken. Und nicht auf Haupt- oder Realschule oder Gymnasium. Und sie müssen das aktiv tun, automatisch wechselt kein Kind von der Grundschule in die Gesamtschule, die damit pädagogisch wirbt, alle Kinder „mitzunehmen“.

Die IGS Einbeck war nach einer Bedarfsabfrage bei den Eltern bereits 2012 von der rot-grünen Kreistagsmehrheit beschlossen worden, weil sie ein Potenzial gesehen hatte. Damals galt jedoch unter der CDU/FDP-Landesregierung noch eine Fünfzügigkeit als Pflicht. Dagegen klagte der Landkreis. Nach dem Regierungswechsel in Hannover im Januar 2013 sind jetzt auch vierzügige IGS möglich. Die vom Kreistag mit SPD/Grünen-Mehrheit im Juni vergangenen Jahres erneut beschlossene IGS Einbeck wurde am 13. August 2013 vom Land Niedersachsen genehmigt. CDU und FDP hatten immer eine erneute Elternbefragung gefordert und sehen durch die IGS bei rückläufigen Schülerzahlen vor allem die Gymnasien gefährdet.

Eine jetzt gebildete Planungsgruppe arbeitet bis zum Schulstart am 11. September an einem pädagogischen Konzept und an einem Leitbild für die neue Gesamtschule. „Die IGS in Einbeck ist durch den Elternwillen entstanden und eine tolle Schulform“, sagte der Leiter der Planungsgruppe, Siegfried Pinkepank (Kreiensen), bei einem Pressegespräch. Der Rektor der Wilhelm-Bendow-Hauptschule sieht die neue Einbecker Gesamtschule als Reform-IGS. Unter anderem muss die Planungsgruppe entscheiden, ob es – wie üblich an Gesamtschulen – so genannte Lernentwicklungsberichte geben soll oder aber auch Zensuren.

Neben Siegfried Pinkepank gehören Sandra Meusel (KGS Gieboldehausen) und Sascha Mroß (Oberschule Uslar) zum Gründungsteam. Meusel hat die KGS in Gieboldehausen mit aufgebaut und zuvor auch schon an der KGS Moringen unterrichtet. Sabine Greß und Holger Auer sind seit 14 Jahren Lehrer an der Wilhelm-Bendow-Hauptschule. „Wann habe ich schon die Chance, eine eigene Schule mit aufzubauen“, freut sich Auer auf die Herausforderung IGS. Jessica-Sabrina Leonhardt unterrichtet bislang ebenfalls an der Einbecker Hauptschule und hat dort Inklusionserfahrung sammeln können. Zur Planungsgruppe gehören außerdem noch der Leiter der IGS Bodenfelde, Michael Jaritz, sowie Martina Katzenstein-Schmidt (Kreiselternrat), Sandra Röder (Landesschulbehörde) und Werner Wendt (Landkreis).

Der Landkreis Northeim als Schulträger der neuen, dritten Gesamtschule im Kreisgebiet investiert in diesem Jahr 740.000 Euro in den Neubau einer 260 Quadratmeter großen Mensa mit 120 Plätzen und baut für 110.000 Euro einen Aufzug und eine Rampe im Gebäude der heutigen Wilhelm-Bendow-Hauptschule ein. Weitere 500.000 Euro fließen in den schrittweisen Umbau von Unterrichtsräumen zu Gruppenräumen. Die Bauarbeiten sollen im April starten, die Mensa mit ihrer Ausgabeküche wird voraussichtlich noch nicht bis September komplett gebaut sein. Für diesen Fall soll es eine Übergangslösung geben.

Sie planen die im September startende neue IGS in Einbeck (v.l.): Christa Markert (Landesschulbehörde), Jessica-Sabrina Leonhardt (Wilhelm-Bendow-Hauptschule Einbeck), Sascha Mroß (Oberschule Uslar), Sandra Meusel (KGS Gieboldehausen), Siegfried Pinkepank, Sabine Greß, Holger Auer (alle Wilhelm-Bendow-Hauptschule), Landrat Michael Wickmann und Michael Jaritz (IGS Bodenfelde).

Sie planen die im September startende neue IGS in Einbeck (v.l.): Christa Markert (Landesschulbehörde), Jessica-Sabrina Leonhardt (Wilhelm-Bendow-Hauptschule Einbeck), Sascha Mroß (Oberschule Uslar), Sandra Meusel (KGS Gieboldehausen), Siegfried Pinkepank, Sabine Greß, Holger Auer (alle Wilhelm-Bendow-Hauptschule), Landrat Michael Wickmann und Michael Jaritz (IGS Bodenfelde).

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