Platz für Ideen

Jeder kann seine Ideen skizzieren. Grafik: GfE

Jeder kann seine Ideen skizzieren. Grafik: GfE

Der Möncheplatz, der Platz zwischen dem Neuen Markt, der Langen Brücke und der Grimsehlstraße, steht schon seit Jahren in der Diskussion, war im Mai 2009 gar das Objekt des ersten Bürgerentscheids in der Geschichte der Stadt Einbeck. Die damals geplante Bebauung mit einem Geschäftshaus ist schon länger vom Tisch. Was aber seit Beginn an und unverändert auf dem Tisch liegt ist die Tatsache, dass der Platz nicht schön ist und nicht so bleiben kann, wie er heute aussieht, will man die Stadt voranbringen. Denn der Möncheplatz ist derzeit nicht viel mehr als eine mit bewachsenen Waschbeton-Kästen begrenzte Parkfläche. Attraktiv ist anders.

Jetzt hat die Wählergemeinschaft „Gemeinsam für Einbeck“ (GfE) eine Ideen-Initiative gestartet. Wie soll der Platz aussehen? Welche Ideen haben die Menschen? Die Stadtentwicklung-Fachgruppe der GfE hat ihre ersten Pläne vorgelegt. Sie sollen, so die Initiatoren, zum Nachdenken und Weiterdenken anregen.

Der Ansatz der GfE ist begrüßenswert. Und es ist die richtige Richtung. Für etwas zu argumentieren, für ein Projekt Ideen zu sammeln, ist besser (und noch dazu wesentlich sympathischer), als einfach nur gegen etwas zu sein. Das war auch schon damals eines der Probleme des (letztlich am Abstimmungsquorum gescheiterten) Bürgerentscheids. Viele der damaligen „Möncheplatz-Gegner“ waren oder sind in der heutigen GfE aktiv.

Was noch ein bisschen fehlt, ist der Fahrtwind bei der Ideen-Initiative. Denn geredet wird über den Möncheplatz schon lange, sehr lange, zu lange. Bis wann können Ideen beigesteuert werden? Welches sind die nächsten Schritte? Worin münden die Skizzen, die jeder Bürger jetzt erstellen und der GfE schicken kann? In einem Ratsantrag? Wann wird der gestellt? Taten sind gefragt. Doch ich will nicht nur meckern.

Erste Ideen und Skizzen. Grafiken: GfE

Erste Ideen und Skizzen. Grafiken: GfE

Die sechs Pläne, die die GfE schon vorgelegt hat, zeigen richtigerweise eines deutlich: Der Platz muss zentraler, gut erreichbarer Parkplatz für die Innenstadt bleiben. Zur Bestätigung genügt, sich einmal an einem Sonnabend Vormittag eine Viertelstunde lang auf den Möncheplatz zu stellen. Die Parkplätze sind gefragt und rege frequentiert.

Die Verkehrsführung an der Ostseite des Platzes (vor dem Hotel Goldener Löwe) entlang statt der bisherigen über die Westseite ist die bestmögliche, um den Platz überhaupt als solchen wieder erlebbar und nutzbar zu machen und ihn an die Lange-Brücke-Fußgängerzone anzubinden.

Über vieles andere kann man sich unterhalten. Und wird man sich unterhalten müssen, wenn es darum geht, das Wünschenswerte zum Machbaren zu entwickeln. Aber davor darf ruhig mutig geplant werden. Es ist Platz für Ideen.

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