Rückkehr mit einem Büro fördern

Die Studierenden präsentierten im Fachausschuss des Stadtrates ihre Ergebnisse zur Rückkehrförderung.

Die Studierenden präsentierten im Fachausschuss des Stadtrates ihre Ergebnisse zur Rückkehrförderung.

Die Ergebnisse ihrer 162-seitigen Untersuchung zur Rückkehrförderung haben sechs Studierende der Hochschule für Angewandte Wissenschaften und Kunst (HAWK) gestern im Kultur- und Wirtschaftsförderung- Ausschuss präsentiert. Seit März hatten die Studierenden des Masterstudiengangs Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung unter der Leitung von Prof. Dr. Jörg Lahner das Thema bearbeitet. Prof. Dr. Jörg Lahner hatte schon damals vor zu hohen Erwartungen gewarnt: „Wir werden nicht im Sommer Einbeck sagen, wo es langgeht.“ Das Thema war 2012 angestoßen worden von einem interfraktionellen Arbeitskreis unter der Leitung von Ratsfrau Heidrun Hoffmann-Taufall (CDU). Ursprünglich war die Studie schon für Juli angekündigt.

Knapp gesagt empfehlen die Studierenden unter dem Titel „Weggehen ist gut – Zurückkommen ist besser“, die Rückkehrförderung zu institutionalisieren – in einem Verein oder in einer GmbH, je nach vorhandenen finanziellen Möglichkeiten. Basis für die jetzt vorgelegte Untersuchung bilden unter anderem acht leitfragengestützte Interviews mit so genannten Rückkehrern – mit Menschen, die nach Studium und Ausbildung in ihre Geburtsstadt Einbeck zurück kehren. Die Studierenden raten zu verstärkter Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit; die Rückkehrer wünschten sich bessere Beratungsmöglichkeiten, mehr als ein „schön, dass Sie da sind“. Sie empfehlen, einen Arbeitskräftepool aufzubauen, bei dem nicht nur die großen Firmen, sondern auch kleine Unternehmen und Handwerker sichtbar würden, die vorhandene Website „Meine Zukunft Einbeck“ auszubauen und besser zu bewerben. Ferner sollte es einen Rückkehrer-Stammtisch und einen Fachkräfte-Monitor geben, der den aktuellen Status für gefragte Fachkräfte in Einbeck angibt.

Die Politik will über das Thema noch einmal intensiver in der nächsten Sitzung des Fachausschusses sprechen – zusammen mit dem Thema Masterplan. Auch die Studierenden empfehlen eine tiefergehende Untersuchung, ihre Ergebnisse könnten nur eine erste Grundlage sein.

Die CDU-Fraktion war den Empfehlungen der Studierenden offenbar schon einen Schritt voraus: Im Mai bereits wurde ein Antrag, die Willkommens-Kultur mit einem Willkommens-Büro zu verbessern, im Stadtrat an die Einbeck Marketing GmbH verwiesen bzw. zurück gestellt. Durch einen technischen Fehler, wie es hieß, stand der Antrag noch einmal auf der urspünglichen Tagesordnung der September-Ratssitzung.

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Ein Gedanke zu „Rückkehr mit einem Büro fördern

  1. Es ist ja löblich wie sich die Stadt um potentielle Rückkehrer kümmert, aber eine Studie von Studenten mit 8 Rückkehrern als Basis für weitere Schritte zu nehmen?
    Als Neu-Einbecker kann ich nur dringend dazu raten, diese Initiative auf den Kreis aller neuen/alten Einbecker auszudehnen. Wir Neuen haben die gleichen Probleme, die gleichen Ansätze, Einbeck attraktiver zu machen. Vernetzung über städtische Einrichtungen, einrn Stammtisch, spezielle Unterstützung bei der Jobsuche für den Partner (die meisten kommen mit ihrem Partner wegen dessen/deren neuen Jobs).

    Warum kommen diese jungen Forscher nicht mal zu den Xing-Stammtischen, fragen Neu-Einbecker nach deren Erfahrungen, gehen mal in die Unternehmen in die Abteilungen, die engagiert neue Mitmenschen nach Einbeck zu holen versuchen. Bieten kann man diesen Kandidaten von Seiten der Stadt dabei nicht viel.

    Was wir doch alle wollen sind Mitbürger, die sich hier schnell (wieder) einleben möchten und dabei die gleiche Hilfe von städtischen Einrichtungen erwarten dürfen.

    Weiter viel Erfolg beim Projekt
    Eckhard Wippermann

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