Ziel: Attraktive Spielplätze in Kreiensen

Spielplatz am Rathaus Kreiensen am Wieselburger Platz hinter hohen Hecken.

Vor allem mit Spielplätzen hat sich der Ortsrat Kreiensen in seiner jüngsten Sitzung beschäftigt. Insgesamt 25.000 Euro stellte das Gremium zur Verfügung, um den Spielplatz am Rathaus wieder attraktiver zu gestalten. Einstimmig hat der Ortsrat entschieden, Spielgeräte zu reparieren und durch Fallschutzmatten zu sichern, außerdem eine neue Rutsche sowie zwei Sitzbänke zu kaufen, Rasen zu pflanzen. Der Ortsrat befürwortet es, die Hecke am Wieselburger Platz als Sicherheit zu erhalten, diese aber so weit wie möglich zurück zu schneiden. Ebenso einstimmig votierte das Gremium dafür, auf dem Spielplatz an der Ebertstraße die durch Vandalismus zerstörte große Spielkombination zu erneuern und das dritte Segment an der Tunnelrutsche zu reparieren. Die Kosten liegen bei etwa 775 Euro zuzüglich Montage. Der Auftrag sollte vom Bauhof möglichst zügig durchgeführt werden, damit das Gerät über den Sommer wieder bespielt werden kann, war sich der Ortsrat einig.

Spielplatz an der Ebertstraße in Einbeck-Kreiensen: Das demolierte Spielgerät wird erneuert, zurzeit ist es abgesperrt.

Weg sind die Klassenzimmer-Container

Schweres Gerät kommt zum Einsatz, um die Fundament zu schleifen.

Pünktlich mit Beginn der Sommerferien haben die Bauarbeiten auf dem Gelände der Grundschule Kreiensen begonnen. Die 20 Jahre alten Container neben dem Schulgebäude am Kreiensener Kamp sind bereits verschwunden, Arbeiter sind mit schwerem Gerät mit der Beseitigung der Fundamente beschäftigt. An der Stelle der Klassenzimmer-Container sollen für knapp eine Million Euro in modularer Systembauweise vier Klassen- und zwei Gruppenräume gebaut werden, außerdem eine barrierefreie, integrationsgerechte Unisex-Toilette. Die Grundschule Kreiensen plagen seit langer Zeit Raumnöte, die durch den Anbau gelöst werden sollen. Weil es Probleme bei der Ausschreibung gab und der Anbau größer wird als zunächst gedacht, wird der Anbau erst im Herbst bezogen werden können, ursprünglich war einmal ein Termin nach den Sommerferien zu Beginn des neuen Schuljahres 2017/18 angepeilt worden.

Die alten Container neben der Grundschule Kreiensen sind bereits verschwunden.

Frisch gestrichen

Frisch gestrichen.

Eingangstür Bürgerhaus Kreiensen.

Die Restaurierung der schweren Eingangstür zum Bürgerhaus in Kreiensen hat begonnen. Heute um 10 Uhr wurde der Türgriff frisch lackiert, wie unübersehbar ein Schild vor Ort mit Datum und Uhrzeit informiert. Da das Holz der Tür rissig sei, sei es nicht mehr möglich, die Eingangstür wie geplant in ihren Urzustand zu versetzen, informierte Ortsbürgermeister Hans-Henning Eggert bei der jüngsten Ortsratssitzung. Stattdessen werde sie jetzt gestrichen.

Senf, Salbei, Sülze

Ratsmitglied Albert Eggers (l.), Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek und Ratsmitglied Dirk Heitmüller mit dem neuen offiziellen Präsent der Stadt Einbeck für 90- und 95-Jährige in der Einbecker Kernstadt.

Wer in der Kernstadt von Einbeck lebt und 90 und 95 Jahre alt wird, bekommt zu seinem Geburtstag Besuch eines Ratsmitgliedes, das die offiziellen Glückwünsche der Stadt Einbeck zum Wiegenfest überbringt. Zwischen 70 und 80 Jubilare sind das pro Jahr, die von einem Mitglied der Gratulantengruppe des Stadtrates am Ehrentag besucht werden. In den Ortschaften gibt es eigene Regelungen und Geschenke. Der Stadtvertreter hat jetzt für Kernstädter ein neues Präsent dabei, eine Box mit Genuss und Gesundheit gleichermaßen. Eine schöne Geste zum Geburtstag, wie ich finde. Die bisher überreichte Geschenkkiste gibt es nicht mehr, stattdessen eine zielgruppengerechte Mischung aus altersadäquaten Produkten und Geschenke-Klassikern, von lokalen Unternehmen bereit gestellt, liebevoll verpackt von den Damen der Gesellschaft der Karnevalsfreunde Einbeck. Zwischenzeitlich hatten die Jubilare Blumen zum Geburtstag bekommen, seit 1. Juni gibt es das neue Präsent. Die Ratsmitglieder Antje Sölter, Dirk Heitmüller und vor allem Albert Eggers haben in den vergangenen Wochen dafür Sponsoren angesprochen, acht sind fest dabei (Einbecker Brauhaus AG, Einbecker Senfmühle, Fleischerei Breitzke, Sattler-Optik, Ilme-Apotheke, Rats Apotheke, St. Georg-Apotheke, Arbeiterwohlfahrt), mit Produkten wie Brillenputztüchern, Brauherren-Pils, Bonbons, Salbe, Probeessen-Gutschein oder Wurstdose. „Ich bin sehr dankbar dafür“, sagte Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek. Sie selbst besucht Jubilare zum 100. Geburtstag persönlich.

Gesund und Genuss geschenkt – das ist das neue Jubilar-Präsent für hochbetagte Geburtstagskinder in der Kernstadt.

Von der Zuckerrübe bis zum Wolf

Die SPD hört sich beim Projektsommer um, besucht verschiedene Einrichtungen wie hier das Haus des Jugendrotkreuzes. Archivfoto.

Die Einbecker SPD hat als erste der hiesigen Parteien ihr Sommerprogramm vorgestellt (SPD Projektsommer 2017), auch die CDU hat bereits sommerliche Besuche in Firmen und Institutionen angekündigt, allerdings bislang noch ohne konkrete Termine. Die Sozialdemokraten laden jeden Dienstag in den Ferien um 18 Uhr zu ihrem inzwischen traditionellen Projektsommer alle Interessierten ein, nicht ausschließlich Mitglieder. Unter dem Motto „Wir hören uns um“ reicht die Besuchspalette in diesem Jahr von der Zuckerrübe bis zum Wolf: Am 27. Juni besuchen die Genossen die KWS Saat SE, Treffpunkt Grimsehlstraße 31 vor dem Eingang des Unternehmens. Am 4. Juli laden die Sozialdemokraten zum Technischen Hilfswerk (THW) am Tiedexer Tor 6 ein; Beginn ist hier ausnahmsweise erst um 18.30 Uhr. Am 11. Juli steht ein Besuch der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in der Grimsehlstraße 10 auf dem Programm, wo die vielfältige Angebotspalette des Wohlfahrtsverbands vorgestellt wird. Am 18. Juli gibt es die Gelegenheit, das Wolfsgehege in der Nähe von Brunsen am „Lietgrund“ kennenzulernen und interessante Informationen zu erhalten. Eine Präsentation des Haus der Jugend an seinem neuen Standort sowie einen Einblick in die Planungen des Jugendgästehauses werden am 25. Juli die Projektsommer-Besucher am Kohnser Weg 3 b erhalten können; das Jugendgästehaus wird gerade umgebaut. Zum Abschluss der SPD-Besuchsreihe am 1. August ist ein Besuch der SVG Einbeck und ein Stadionrundgang an der Schützenstraße geplant. Im Anschluss soll der Projektsommer mit Bratwurst und Getränken seinen Ausklang finden. „Die SPD freut sich, wie in der Vergangenheit auch, über eine rege Teilnahme an dem Projektsommerprogramm und wünscht eine gute Sommerzeit“, erklärte SPD-Kernstadt-Vorsitzender René Kopka.

Florierende Partnerschaft 26+4

Ehrennadel in Gold im Gasthaus Ludwig Ernst in Ahlshausen beim offiziellen Empfang der Stadt Einbeck für Wieselburgs Bürgermeister Magister Günther Leichtfried, die Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek überreichte.

Goldene Ehrennadel für Günther Leichtfried, Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek verliest die Urkunde.

Glückwunsch! Am Ende hatten alle dicht gehalten, die Überraschung war gelungen, selbst wenn Günther Leichtfried nicht gerade sprachlos war, aber dafür ist der 68-Jährige zu sehr erfahrener Politiker, bis 2013 saß er für die SPÖ im Landtag. Der Bürgermeister der Partnerstadt Wieselburg ist beim Besuch einer Delegation aus Niederösterreich in Ahlshausen auf’m Saale mit der Ehrennadel in Gold der Stadt Einbeck für seine außergewöhnlichen Verdienste um die Partnerschaft von Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek ausgezeichnet worden; im Gasthaus Ludwig Ernst findet traditionell der Empfang der Gemeinde statt. Einstimmig hatte der Einbecker Stadtrat die Ehrung in öffentlicher Sitzung am 17. Mai beschlossen – und seitdem vertraulich behandelt. Leichtfried ist seit 1997 Bürgermeister von Wieselburg, hat die Städtepartnerschaft in diesen zwei Jahrzehnten persönlich gestärkt und wesentlich geprägt. Vor allem in der Übergangszeit, denn Einbeck hat die Städtepartnerschaft mit Wieselburg von Kreiensen bei der Fusion 2013 geerbt. „Ohne deinen persönlichen Einsatz wäre es schwer geworden“, würdigte Michalek die Verdienste Leichtfrieds. Der dankte herzlich für die Ehrung, und dass Einbeck die seit 1987 mit Kreiensen bestehende Parterschaft anerkannt habe. Dadurch sei das Band zwischen Einbeck/Kreiensen und Wieselburg ein besonderes geworden, 26+4 sozusagen. Ohne große Probleme habe man den Übergang nach erstem Beschnuppern und weiterem Besuch hinbekommen, die florierende Partnerschaft habe jetzt ein anderes Gewand. Günther Leichtfried bedankte sich bei den vielen Menschen, die der Partnerschaft Leben eingehaucht haben und dies weiterhin mit viel Herzblut tun. Im Einbecker Rathaus sei dies vor allem Ralf Köhler, der habe die Partnerschaft aus dem Rathaus in Kreiensen sozusagen mit hinüber genommen.

Auch Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek betonte, dass es wichtig bleibe, die Städtepartnerschaft von Bürgern zu tragen, nicht allein von ihren gewählten Repräsentanten. Viele Vereine und die Feuerwehr vor allem im Bereich der ehemaligen Gemeinde Kreiensen erfüllen seit drei Jahrzehnten die Partnerschaft mit Leben, besuchen sich gegenseitig regelmäßig. Gemeinsame Themen kommen seit einiger Zeit hinzu, das Bier zum Beispiel (der 4000-Einwohner-Ort Wieselburg ist Bierstadt wie Einbeck), aber auch die Auto- und Mobilitätsbranche. Die offizielle Wieselburg-Delegation, die an diesem Wochenende in Einbeck ist, besteht aus 22 Stadt- und Gemeinderäten mit Partnern mit Bürgermeister Magister Günther Leichtfried an der Spitze. Außerdem sind auch Jugendfußballer des SC Raika Wieselburg auf Einladung des PSV Kreiensen zu Besuch, die 13 Jugendlichen tragen gegen die U14-Jugendmannschaft des FC Kreiensen/Greene ein Match um den „Bürgermeister-Ronny-Rode-Wanderpokal“ aus.

Bei einem einstündigen Arbeitsgespräch im Neuen Rathaus in Einbeck war unter anderem der „Wieselburger Zehner“ Thema, ein Geld-Gutscheinsystem, das auf Antrag der CDU ähnlich auch in Einbeck eingeführt werden soll. Außerdem stand für die Delegation aus Österreich ein Besuch in Fürstenberg (Schloss und Porzellan-Museum) sowie beim Verkehrssicherheitstag in der Einbecker Innenstadt auf dem Programm, bevor eine abendliche Naturscouts-Führung am Leinepolder mit anschließender Visite der Salzderheldener Heldenburg in Einbecks zweitgrößtem Ortsteil die Visite beendete. Über das dortige Malheur bei der Zufahrt sind die Gäste aus Österreich übrigens bereits bestens im Bilde, unter anderem durch den im Wieselburger Rathaus gerne gelesenen Einbecker Politikblog…

Gruppenbild vor der Brauerei-Besichtigung zum Auftakt des Wieselburg-Besuchs in Einbeck.

Ziel: Mehr Frauen in die Kommunalpolitik

Eunice Schenitzki (SPD), Gitta Kunzi (SPD), Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek, Dr. Marion Villmar-Doebeling (FDP), Gleichstellungsbeauftragte Simone Engelhardt, Heidrun Hoffmann-Taufall (CDU), Christine Jordan (SPD), Antje Sölter (CDU) und Beatrix Tappe-Rostalski (CDU). Es fehlt Heidrun Niedenführ (GfE).

Gemeinsam und parteiübergreifend weibliche Sichtweisen und Fragestellungen der Einbecker Kommunalpolitik in der Öffentlichkeit verdeutlichen – das möchte in Zukunft das neue Frauenforum der Stadträtinnen in Einbeck. Auf bestimmte Themen wollen sich die Politikerinnen dabei bewusst nicht beschränken lassen, sondern die gesamte Palette in ihren Fokus nehmen. Die acht Frauen im Stadtrat haben mit Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, Simone Engelhardt, die Gruppe gegründet, die sich regelmäßig treffen will, das nächste Mal im Oktober. Nur rund 20 Prozent aller Wahlvorschläge bei der jüngsten Kommunalwahl waren Frauen, bedauert die Gleichstellungsbeauftragte, es gibt acht Frauen bei 44 Ratsmitgliedern. Ziel des Frauenforums sei es deshalb, mit verschiedenen Aktionen das Interesse von Frauen und Mädchen an der Kommunalpolitik zu wecken und in der Öffentlichkeit das Bild von Frauen in der Politik ins Bewusstsein zu rufen. Schon beim ersten Treffen haben die Politikerinnen einige Ideen und Ansätze diskutiert, den Blick auf die Lebenssituation von Männern und Frauen, von Mädchen und Jungen zu schärfen und neue Akzente zu setzen. „Und Spaß gemacht hat es auch“, waren sich die Frauen einig. Frauen seien in der politischen Arbeit dialogorientierter, ihnen gehe es eher um die Sache als um Macht.